Gier oder Zuneigung? Enkel gibt Mord an Oma zu - Enkel gesteht Mord an Großmutter – doch war es Habgier oder Wut?
Ein 24-jähriger Mann hat gestanden, seine 76-jährige Großmutter während eines gewaltsamen Streits im vergangenen März getötet zu haben. Der Angeklagte gab an, die Tat in einem Wutanfall begangen zu haben, bestreitet jedoch die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft, wonach Habgier das Motiv für die Bluttat gewesen sei. Der Prozess läuft derzeit mit weiteren 13 Verhandlungsterminen, bevor ein Urteil erwartet wird.
Das Verbrechen ereignete sich am Abend des 16. März, als ein Streit zwischen den beiden eskalierte. Der Angeklagte würgte seine Großmutter und versuchte anschließend, die Tat zu vertuschen. Er fügte dem Leichnam Messerstiche zu und legte die Leiche in die Badewanne, um einen Suizid vorzutäuschen.
Am folgenden Tag entdeckte die Putzfrau der Großmutter die Leiche. Die Polizei nahm den Beschuldigten einige Tage später fest. Die Staatsanwaltschaft geht von einem geplanten Mord aus und behauptet, die Großmutter habe gedroht, die finanzielle Unterstützung einzustellen. Die Anklage bezeichnet den Angriff als feige und von Geldgier getrieben.
Der Angeklagte wies diese Darstellungen zurück. Er beschrieb das Verhältnis zu seiner Großmutter zwar als eng, aber von ständigen Vorwürfen und Demütigungen geprägt. Trotz des Geständnisses der Tat bestehe er darauf, dass Habgier keine Rolle gespielt habe.
Die Verhandlung soll bis Mitte April andauern. Bei einer Verurteilung droht dem Angeklagten eine mögliche lebenslange Freiheitsstrafe.
In den kommenden Wochen wird das Gericht weitere Beweise hören. Ein Urteil wird bis Mitte April erwartet, wobei im Falle eines Schuldspruchs eine lebenslange Haftstrafe möglich ist. Der Angeklagte beharrt darauf, dass seine Tat nicht finanziell motiviert war, räumt jedoch die Verantwortung für den Mord ein.