Erfurt verhandelt heimlich über Millionen-Deal mit entlassenem Mitarbeiter Guy Montavon
Lara BauerErfurt verhandelt heimlich über Millionen-Deal mit entlassenem Mitarbeiter Guy Montavon
Die Stadt Erfurt führt derzeit vertrauliche Verhandlungen, um einen langjährigen Rechtsstreit mit dem ehemaligen Mitarbeiter Guy Montavon beizulegen. Die Gespräche folgen auf ein Schlichtungsverfahren Mitte März, wobei mit einer möglichen Einigung bis Mai zu rechnen ist – vorausgesetzt, der Stadtrat stimmt zu.
Montavon war vor mehr als zwei Jahren fristlos entlassen worden, nachdem ihm Machtmissbrauch und sexuelles Fehlverhalten vorgeworfen worden waren. Diese Vorwürfe wurden später wegen fehlender rechtlicher Belege fallengelassen, woraufhin er auf Wiedereinstellung klagte. Die vorgeschlagene Einigung sieht vor, dass Montavon seine Klage auf Wiedereinstellung gegen eine Zahlung im mittleren sechsstelligen Bereich zurückzieht. Diese Summe würde vor allem ausstehendes Gehalt für die Zeit seit seiner Entlassung abdecken.
Eine vorläufige Einigung war bereits fast erreicht, doch Montavon stellte eine zusätzliche Forderung, was die Stadtvertreter verärgert hat. Sollte keine Einigung zustande kommen, wird der Fall im September vor dem Erfurter Arbeitsgericht weiterverhandelt.
Die Stadt weigert sich, zu den Verhandlungen Stellung zu nehmen, und beruft sich dabei auf eine Vertraulichkeitsvereinbarung. Beide Seiten führen die Gespräche weiterhin unter Ausschluss der Öffentlichkeit, während die Frist für eine Entscheidung näher rückt. Die endgültige Entscheidung liegt beim Stadtrat, der die Vereinbarung bereits im Mai formal beschließen könnte. Ohne Einigung wird sich der Streit hinziehen, und das Gerichtsverfahren wird im September wiederaufgenommen.
Das Ergebnis wird entscheiden, ob Montavon eine Entschädigung erhält oder ob der Rechtsstreit um seine Entlassung im Jahr 2022 weitergeht.






