Ermittlungen gegen Christian Ulmen: Vorwürfe digitaler Gewalt und Medienstreit eskalieren
Lara BauerErmittlungen gegen Christian Ulmen: Vorwürfe digitaler Gewalt und Medienstreit eskalieren
Strafverfahren gegen Schauspieler Christian Ulmen eingeleitet
Nach Vorwürfen digitaler Gewalt durch seine Ex-Frau, die Schauspielerin Collien Fernandes, sind nun Ermittlungsverfahren gegen den Schauspieler Christian Ulmen eingeleitet worden. Die Staatsanwaltschaft Itzehoe prüft derzeit die Anschuldigungen. Gleichzeitig hat der Medienanwalt Christian Schertz, der Ulmen vertritt, Kritik an der Berichterstattung über den Fall geäußert.
Fernandes hatte ihre Vorwürfe zunächst öffentlich gemacht, woraufhin die Ermittlungen aufgenommen wurden. Schertz bestreitet entschieden, dass sein Mandant Deepfake-Videos erstellt oder verbreitet habe. Zudem kritisierte er eine geplante Folge der ARD-Talkshow Caren Miosga, in der Fernandes und Bildungsministerin Stefanie Hubig zu Wort kommen sollen – ohne dass Ulmen die Möglichkeit zur Stellungnahme erhält.
Das Team von Caren Miosga verteidigt sein Vorgehen und betont, es handele sich um eine Angelegenheit von öffentlichem Interesse, die nach journalistischen Standards behandelt werde. Man halte sich an die Unschuldsvermutung und gehe verantwortungsvoll vor. Schertz hingegen argumentiert, dass die einseitige Darstellung in einem laufenden Verfahren rechtlich bedenklich sein könnte und das Programm angreifbar mache.
Über die Talkshow hinaus kündigte Schertz rechtliche Schritte gegen Der Spiegel an, dessen Berichterstattung über den Fall er als problematisch ansieht. Der Streit eskaliert weiter, während beide Seiten sich auf weitere juristische Auseinandersetzungen vorbereiten.
Die Ermittlungen zu Fernandes' Vorwürfen laufen noch; eine abschließende Bewertung durch die Staatsanwaltschaft steht aus. Schertzs juristische Vorstöße gegen Medienhäuser deuten darauf hin, dass der Fall über die Gerichtssäle hinauswirken wird. Wie die Talkshow und Der Spiegel auf die Vorwürfe der Voreingenommenheit reagieren, könnte die künftige Berichterstattung über den Fall prägen.






