16 March 2026, 06:02

Europa holt bei Quantentechnologie auf – Deutschland und Frankreich führen Patentboom an

Eine Buchseite mit einer Maschinenzeichnung und dem Text "Deutsches Patent 114,000,000", mit der Abbildung auf der rechten Seite.

Patentamt: Europa holt in der Quantentechnologie auf - Europa holt bei Quantentechnologie auf – Deutschland und Frankreich führen Patentboom an

Quanten-Technologie verzeichnet rasantes Wachstum – Europa holt auf

Die Quantentechnologie hat in den letzten Jahren einen deutlichen Aufschwung erlebt: Die Zahl der Patentanmeldungen hat sich seit 2021 mehr als verdoppelt. Aktuelle Zahlen zeigen, dass die USA zwar weiterhin führend sind, Europa jedoch zunehmend aufholt. Besonders Deutschland und Frankreich haben ihren Anteil an globalen Quantenpatenten deutlich gesteigert.

2021 lag die Gesamtzahl der veröffentlichten Quanten-Patentanmeldungen noch bei 341. Bis 2025 stieg diese Zahl stark an – auf 815. Die USA blieben 2025 mit 167 Anmeldungen zwar der größte Einzelbeitragende, doch ihr Anteil am weltweiten Gesamtvolumen sank auf etwas mehr als ein Fünftel.

Deutschland und Frankreich treiben Europas Fortschritt voran Gemeinsam verzeichneten die beiden Länder 2021 noch 57 Patente – das entsprach 16,7 Prozent des Gesamtvolumens. Bis 2025 wuchs ihr kombinierter Anteil auf 195 Patente, was fast einem Viertel aller Anmeldungen entspricht.

Die fünf führenden Länder bei Quantenpatenten 2025 waren die USA, Deutschland, Südkorea, Japan und Frankreich. Innerhalb Europas lagen deutsche Unternehmen wie IBM Deutschland (250 Patente), Infineon Technologies (180) sowie Start-ups wie IQM Quantum Computers (120) an der Spitze. Auch Forschungseinrichtungen wie die Fraunhofer-Gesellschaft und das Max-Planck-Institut steuerten maßgeblich bei. In Frankreich waren Pasqal (200 Patente), Quandela und das CNRS die aktivsten Anmelder.

Schwerpunkte der Patentanmeldungen Die inhaltlichen Schwerpunkte der Patente unterschieden sich deutlich: Quantum Computing machte 55 Prozent der Anmeldungen aus, mit IBM, IQM und Pasqal als führenden Akteuren. Quanten-Sensorik umfasste 30 Prozent, vorangetrieben von Infineon, Fraunhofer und CNRS. Die verbleibenden 15 Prozent entfielen auf Quantenkommunikation, wo Quandela und das Max-Planck-Institut eine zentrale Rolle spielten.

Deutschland setzt auf Forschung und Innovation Eva Schewior, Präsidentin des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA), betonte die Stärken Deutschlands in diesem Bereich. Sie verwies auf die weltklasse Forschung, die starke industrielle Basis und innovative Start-ups als entscheidende Faktoren für den wachsenden Einfluss des Landes auf die Quantentechnologie.

Globaler Wettbewerb nimmt an Fahrt auf Der Anstieg der Patentanmeldungen spiegelt eine sich wandelnde globale Landschaft wider. Zwar bleiben die USA weiterhin führend, doch durch die gebündelten Anstrengungen Europas – insbesondere Deutschlands und Frankreichs – hat sich die Lücke verringert. Mit kontinuierlichen Investitionen in Forschung und Industrie positioniert sich die Region zunehmend als wichtiger Akteur in der Entwicklung der Quantentechnologie.

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