Ewald-von-Kleist-Preis 2026 geht an das ukrainische Volk für seinen Widerstand
Philipp KochZelensky nimmt Kleist-Preis in München im Namen aller Ukrainer entgegen - Ewald-von-Kleist-Preis 2026 geht an das ukrainische Volk für seinen Widerstand
Das ukrainische Volk erhält den Ewald-von-Kleist-Preis 2026 für seinen Widerstand gegen Russlands Angriffskrieg. Staatspräsident Wolodymyr Selenskyj nahm die Auszeichnung in München stellvertretend entgegen. Die Verleihung wurde von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz ausgerichtet.
Der Preis würdigt Persönlichkeiten oder Gruppen, die sich in herausragender Weise für Frieden und Konfliktlösung einsetzen. Er ist benannt nach Ewald von Kleist, einem ehemaligen Widerstandskämpfer gegen die Nationalsozialisten und Gründer der Münchner Sicherheitskonferenz im Jahr 1963.
Erster Preisträger war 2009 der ehemalige US-Außenminister und Sicherheitsberater Henry Kissinger. Zu den weiteren bedeutenden Ausgezeichneten der vergangenen Jahre zählen Helmut Schmidt, Angela Merkel, die OSZE und die Vereinten Nationen. Zuletzt ging der Preis 2025 an die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas.
Die diesjährige Auszeichnung ehrt den beharrlichen Widerstand der Ukrainerinnen und Ukrainer gegen die russischen Invasionstruppen. Selenskyj reiste zur Preisverleihung nach München, wo Söder die Ehrung im Rahmen des jährlichen Treffens der Konferenz überreichte.
Mit dem Preis 2026 wird erstmals eine gesamte Nation ausgezeichnet. Bisher gingen die Ehrungen vor allem an politische Führungspersönlichkeiten oder internationale Organisationen. Das ukrainische Volk reiht sich damit in die Liste der Preisträger ein – neben Persönlichkeiten wie Merkel und Kallas sowie Institutionen wie den Vereinten Nationen und der OSZE.