20 February 2026, 18:06

Ex-Oberbürgermeister Schuchardt kehrt mit CSU in Würzburgs Kommunalpolitik zurück

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Würzburgs ehemaliger Bürgermeister kandidiert für Stadtrat und tritt der CSU bei - Ex-Oberbürgermeister Schuchardt kehrt mit CSU in Würzburgs Kommunalpolitik zurück

Christian Schuchardt, der ehemalige Oberbürgermeister von Würzburg, hat seine Rückkehr in die Kommunalpolitik angekündigt. Der 57-Jährige kandidiert nun für einen Sitz im Stadtrat auf der Liste der CSU. Seine Entscheidung fällt nach einer dreijährigen Pause im kommunalen Amt.

Schuchardt begann seine politische Laufbahn in Hessen bei der CDU, obwohl er in Frankfurt geboren wurde. 2014 schrieb er Geschichte, als er als erster CDU-Politiker die Oberbürgermeisterwahl in Würzburg gewann – einer traditionell von der CSU dominierten Region Bayerns. Das Amt hatte er bis 2021 inne, als er zurücktrat, um eine Position beim Deutschen Städtetag anzunehmen.

Sein Rückzug löste eine Neuwahl des Oberbürgermeisters aus, bei der Martin Heilig von den Grünen das Amt übernahm. Heiligs Amtszeit läuft bis 2032, wenn die nächste Oberbürgermeister- und Stadtratswahl wieder zeitlich zusammenfallen. Die aktuelle Zusammensetzung des Stadtrats ist seit der Kommunalwahl 2018 unverändert geblieben: Die Grünen stellen mit 16 Sitzen die stärkste Fraktion, die CSU hält 13 der insgesamt 50 Mandate.

Schuchardt ist nun der CSU beigetreten und hat den 20. Platz auf deren Kandidatenliste für die anstehende Wahl gesichert. Als Begründung nannte er den Wunsch, seine Erfahrung weiterhin in die Entwicklung Würzburgs einzubringen. Die Wähler werden am 8. März 2023 über die neue Zusammensetzung des Stadtrats entscheiden.

Die bevorstehende Wahl wird zeigen, ob Schuchardt als Stadtrat in die Kommunalpolitik zurückkehrt. Bei einem Erfolg würde er einem Gremium angehören, in dem die Grünen derzeit die Mehrheit stellen, während die CSU zwar kleiner, aber dennoch bedeutend vertreten ist. Die Ergebnisse werden die politische Ausrichtung Würzburgs bis zur nächsten regulären Wahl 2026 prägen.