14 March 2026, 14:02

Faber-Castell streicht 130 Jobs in Deutschland – Umstrukturierung bis 2027

Ein altes Schwarz-Weiß-Foto einer Fabrik mit Arbeitern, die eine Maschine bedienen, umgeben von Metallstangen und -pfählen, mit dem Text "Neue Eisenglebeerei, die erste Fabrik in Deutschland" unten.

Faber-Castell streicht in Deutschland 130 Jobs - Faber-Castell streicht 130 Jobs in Deutschland – Umstrukturierung bis 2027

Faber-Castell kündigt Streichung von rund 130 Stellen in Deutschland an

Im Rahmen einer umfassenden Umstrukturierung plant der Bleistift- und Schreibwarenhersteller Faber-Castell, etwa 130 Arbeitsplätze in Deutschland abzubauen. Als Hauptgründe für die Maßnahmen nannte das Unternehmen den wachsenden globalen Wettbewerb, US-Importzölle, eine schwache Verbrauchernachfrage sowie den Wandel im Einzelhandel. Die Restrukturierung soll bis zum Ende des Geschäftsjahres 2026/27 abgeschlossen sein.

Der in Stein bei Nürnberg ansässige Konzern beschäftigt weltweit rund 6.200 Mitarbeiter, davon etwa 1.200 in Deutschland. Hier sollen nun vor allem Verwaltungsbereiche und Produktionslinien verkleinert werden.

Kleinere Fertigungslinien werden von Deutschland an Standorte in Brasilien und Peru verlegt. Mit diesem Schritt sollen die durch US-Importabgaben entstandenen Kosten sowie rückläufige Absatzzahlen reduziert werden. Gleichzeitig plant das Unternehmen, die frei werdenden Kapazitäten in Deutschland für den Ausbau seiner Premium-Produktpalette zu nutzen.

Im Geschäftsjahr 2024/25 erzielte Faber-Castell einen Umsatz von rund 602 Millionen Euro. Trotz der Herausforderungen versprach das Unternehmen faire Lösungen für die betroffenen Beschäftigten und will betriebsbedingte Kündigungen vermeiden. Die Gewerkschaft IG Metall bezeichnete die Stellenstreichungen jedoch als "überraschend" und kündigte an, sich für alternative Maßnahmen zum Erhalt der Arbeitsplätze einzusetzen.

Die Umstrukturierung erstreckt sich bis zum Geschäftsjahr 2026/27. Durch die Anpassung der Produktion und den Personalabbau soll sich Faber-Castell besser an die Marktbedingungen anpassen. Künftig will das Unternehmen seinen Fokus auf hochwertige Produkte legen und gleichzeitig durch Auslagerung der Fertigung ins Ausland die Kosten senken.

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