09 January 2026, 00:02

Familie mit Kleinkind und Hund nach nächtlichem Stranding am Breitenberg gerettet

Eine Person in blauer Jacke und M√ľtze steht mit zwei Hunden in einem verschneiten Gebiet, mit einer schneebedeckten Bank links und einem Zaun mit Pflanzen im Hintergrund.

Familie mit Kleinkind und Hund nach nächtlichem Stranding am Breitenberg gerettet

Dreiköpfige Familie nach Stranding in eisiger Kälte am Breitenberg gerettet

Eine Familie mit drei Mitgliedern wurde am Breitenberg im Landkreis Ostallgäu gerettet, nachdem sie in eisigen Bedingungen auf dem Berg gestrandet war. Der Vorfall ereignete sich am 7. Januar 2026, als die Gruppe die letzte Talfahrt der Seilbahn verpasste. Die Rettungskräfte hatten mit extremen Minusgraden und Dunkelheit zu kämpfen, während die Temperaturen auf minus zwölf Grad Celsius sanken.

Der Bergwacht Pfronten leitete die Rettungsaktion ein, nachdem die Familie – darunter ein eineinhalbjähriges Kind und ihr Hund – auf dem Berg festsaß. Mit hereinbrechender Nacht und stark fallenden Temperaturen fürchteten die Retter, das Kleinkind könnte eine Unterkühlung erleiden.

Um die Gestrandeten schnell zu erreichen, setzten die Einsatzkräfte eine Kombination aus Seilbahngondeln, einer Pistenraupe und einem Geländefahrzeug ein. Die Breitenbergbahn unterstützte die Aktion mit logistischer Hilfe und einem Pendeldienst für die Rettungskräfte. Alle drei Familienmitglieder sowie ihr Hund konnten unverletzt ins Tal gebracht werden. Die Rettung erfolgte nur wenige Tage nach einem tödlichen Unfall an Neujahr, als ein Wanderer bei Oberstdorf auf vereistem Gelände ausrutschte und starb. Die winterlichen Bedingungen mit Schnee, Eis und früher Dunkelheit haben das Wandern in der Region zunehmend gefährlich gemacht.

Die Familie muss die Kosten für den Rettungseinsatz tragen. Die Behörden warnen Wanderer eindringlich vor den Risiken von Bergtouren im Winter, bei denen plötzliche Wetterumschwünge und die begrenzte Tageslichtzeit lebensbedrohliche Situationen herbeiführen können. Der Vorfall unterstreicht, wie wichtig sorgfältige Planung und Risikobewusstsein bei Ausflügen in alpine Gebiete während der kalten Jahreszeit sind.