Familienunternehmen warnen vor Abwanderung wegen mangelnder Reformen der Bundesregierung
Philipp KochFamilienunternehmen warnen vor Abwanderung wegen mangelnder Reformen der Bundesregierung
Stiftung Familienunternehmen und Politik übt scharfe Kritik an Bundesregierung zum ersten Jahrestag der schwarz-roten Koalition
Rainer Kirchdörfer, Vorstandsmitglied der Stiftung Familienunternehmen und Politik, warnte, dass die exportgetriebene deutsche Wirtschaft durch anhaltende innere Herausforderungen zunehmend an Schwung verliere. Viele familiengeführte Unternehmen verlagerten inzwischen Investitionen ins Ausland, um profitabel zu bleiben, so Kirchdörfer.
Die Stiftung vertritt über 600 mittelständische und große Familienbetriebe, die anfangs große Hoffnungen in die aktuelle Koalition gesetzt hätten. Doch diese Erwartungen seien bis heute enttäuscht worden, betonte Kirchdörfer. Er forderte dringend bessere politische Rahmenbedingungen, um sowohl etablierte Unternehmen als auch die nächste Generation von Gründern zu stärken.
Kirchdörfer verwies zudem auf übergeordnete wirtschaftliche Risiken: Die USA sorgten für Unsicherheit im Welthandel, während sich Europas Führungseliten in übermäßiger Bürokratie verstrickten. In Deutschland selbst gebe es kaum Fortschritte beim Abbau von Regulierung oder bei der Konsolidierung der Staatsausgaben.
Seine Warnung war unmissverständlich: Die Regierung könne es sich nicht länger leisten, zu versagen. Ohne tiefgreifende Reformen drohe dem bewährten deutschen Exportmodell langfristiger Schaden.
Familienunternehmen setzen sich weiterhin für Investitionen im Inland ein. Doch ohne verbesserte Rahmenbedingungen könnten noch mehr Betriebe ihre Aktivitäten ins Ausland verlagern. Die Kritik der Stiftung unterstreicht die wachsende Frustration über blockierte Reformen und wirtschaftliche Instabilität.






