FC Bayern holt 35. Meisterschaft – doch die Bundesliga seufzt nur noch
Philipp KochFC Bayern holt 35. Meisterschaft – doch die Bundesliga seufzt nur noch
FC Bayern München hat sich erneut die deutsche Meisterschaft gesichert – es ist der 35. Titel der Vereinsgeschichte. Der Sieg in dieser Saison stand bereits vor dem letzten Spieltag fest und setzt damit die lange Tradition der Vorherrschaft in der Bundesliga fort.
Die Feierlichkeiten fielen diesmal auffällig verhalten aus. Die Spieler gaben sich zwar siegesfreudig, brachten sogar einen Tonpapagei als spöttische Trophäe in die Kabine – eine deutliche Geste, die zeigte, wie wenig Überraschung der Erfolg mittlerweile noch auslöst.
Auf dem Platz deklassierte der FC Bayern den VfB Stuttgart dermaßen souverän, dass die Gegner oft hoffnungslos überfordert wirkten. Die finanzielle Kluft zwischen den Münchnern und dem Rest der Liga bleibt enorm: Allein aus den inländischen TV-Verträgen nimmt der Klub jährlich rund 100 Millionen Euro ein. Hinzu kommen in dieser Saison 83,445 Millionen Euro aus der Champions League, die die UEFA ausschüttete.
Stürmer Harry Kane verdient so viel, dass er sich angeblich eine Luxusvilla in der Nähe Londons leisten könnte – ein Anwesen, das es mit Buckingham Palace aufnehmen könnte. Die meisten anderen Vereine der Bundesliga, die sich an die Finanzregeln der Liga halten, akzeptieren längst, dass sie realistisch keine Chance auf den Titel haben. Die einzige Ausnahme in den letzten Jahren war Bayer Leverkusens Triumph 2024 – Bayerns einziger Ausrutscher in über einem Jahrzehnt.
Dank ihrer finanziellen Übermacht und der ständigen Erfolge bleibt der FC Bayern für die meisten Konkurrenten unerreichbar. Der jüngste Meisterschaftsgewinn zementiert die Vormachtstellung des Klubs im deutschen Fußball. Die Wettbewerbsbalance in der Liga bleibt vorerst eindeutig zu Bayerns Gunsten verschoben.






