06 March 2026, 12:02

Forschungsprojekt ProBatman revolutioniert das Recycling alter Batterien bis 2040

Ein rotes und weißes Schild mit einem nach rechts zeigenden Pfeil und "No Recycle" in fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund.

Forschungsprojekt ProBatman revolutioniert das Recycling alter Batterien bis 2040

Deutschland bereitet sich auf einen starken Anstieg ausgedienter Lithium-Ionen-Batterien vor – bis 2040 werden jährlich bis zu 360.000 metrische Tonnen erwartet. Ein neues Forschungsprojekt namens ProBatman soll diese Herausforderung meistern, indem es die Wiederverwertung dieser Batterien entscheidend verbessert. Ziel der Initiative ist es, deutlich mehr Rohstoffe zurückzugewinnen als mit heutigen Verfahren möglich, um Abfall zu reduzieren und die Umweltbelastung zu verringern.

Am ProBatman-Projekt beteiligen sich zentrale Akteure wie BMW AG, EurA AG, das Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC, die Netzsch-Gruppe und die Universität Würzburg. Ihr gemeinsames Ziel: das Recycling effizienter und attraktiver zu gestalten – sowohl für Hersteller als auch für spezialisierte Recyclingunternehmen. Während aktuelle Prozesse oft nur einen Bruchteil der Materialien zurückgewinnen und dabei viel Energie oder zusätzliche Chemikalien benötigen, will das Team selbst flüchtige Bestandteile und leitfähige Salze aus alten Batterien zurückgewinnen.

Das Fraunhofer ISC steuert seine Expertise in Materialforschung und Analytik bei, darunter eine Pilotproduktionslinie für Pouch-Zellen. Zudem erforscht das Institut Recyclinggerechtes Design und setzt digitale Zwillinge ein, um nachhaltigere und recyclingfreundlichere Batterien zu entwickeln. Parallel arbeitet das Fraunhofer-Forschungs- und Entwicklungszentrum für Elektromobilität (FZEB) weiter an effizienten Lösungen für das Batterierecycling, mit Fokus auf die Rückgewinnung von Lithium-Eisenphosphat.

Neben ProBatman treiben weitere deutsche Einrichtungen das direkte Recycling voran: So entwickeln das Fraunhofer ISC und die Hochschule Aalen Verfahren, um Produktionsabfälle aus der Lithium-Ionen-Batterieherstellung wiederzuverwerten. Gelingt dies, könnte die jährliche Verarbeitung von 340.000 metrischen Tonnen ausgedienter Batterien ab 2040 bis zu 1,3 Gigatonnen CO₂-Äquivalente pro Jahr einsparen.

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Das ProBatman-Projekt steht für einen grundlegenden Wandel im Batterierecycling in Deutschland. Durch die Rückgewinnung weiterer Materialien und den geringeren Energieverbrauch könnte es Emissionen und Abfall deutlich reduzieren. Die Zusammenarbeit von Industrie und Forschung soll neue Maßstäbe für Nachhaltigkeit in der Batterieentsorgung setzen.

Quelle