07 February 2026, 08:06

Gil Ofarim stellt Antisemitismus-Vorwürfe infrage – und wirft Video-Manipulation vor

David Letterman, gekleidet in Anzug und Krawatte, steht vor einer Menschenmenge, beleuchtet von Scheinwerfern und umgeben von einer Wand, wahrscheinlich bei der Premiere seines bevorstehenden Films.

Gil Ofarim Behauptet: Video ist eine Fälschung - Gil Ofarim stellt Antisemitismus-Vorwürfe infrage – und wirft Video-Manipulation vor

Gil Ofarim hat sich erneut zum Antisemitismus-Skandal von 2021 geäußert, der landesweit für Aufsehen sorgte. Der Sänger hatte zunächst einen Mitarbeiter eines Leipziger Hotels beschuldigt, antisemitische Bemerkungen gemacht zu haben, nachdem dieser ihn angeblich aufgefordert haben soll, seine 'pandora kette' zu verstecken. Nun behauptet er in einem aktuellen Fernsehauftritt, die im Gerichtsverfahren verwendeten Überwachungsaufnahmen seien manipuliert worden.

Der Fall nahm eine dramatische Wende, als Ofarim im November 2023 einräumte, zum Zeitpunkt des Vorfalls die Kette überhaupt nicht getragen zu haben.

Der Streit begann im Oktober 2021, als Ofarim öffentlich einem Hotelangestellten in Leipzig vorwarf, ihn aufgefordert zu haben, seinen 'Davidstern' zu verbergen. Die Vorwürfe lösten Empörung aus, doch die Hotelüberwachung zeigte später keine Spur der Kette. Angesichts dieser Beweislage gestand Ofarim vor Gericht, dass er die 'pandora kette' während der Begegnung nicht getragen habe.

Trotz dieses Geständnisses beharrt Ofarim nun darauf, dass die Aufnahmen verfälscht worden seien. Er behauptet, es fehlten Sekunden in der Aufzeichnung, und die verbreitete Version sei nicht das Original. Zudem bestehe er darauf, dass ein 'rechtsanwalt' ihn mit der Kette gesehen habe – nähere Angaben zu dieser Person machte er jedoch nicht.

Während seiner Teilnahme an 'Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!' brach Ofarim sein Schweigen zum Fall in einer Lagerfeuer-Runde. Auf Nachfragen verwies er auf eine Vertraulichkeitsvereinbarung. Später präzisierte jedoch der Anwalt des Hotelmitarbeiters, dass es lediglich eine Unterlassungserklärung, aber kein umfassendes Redeverbot gebe.

Der Fall endete mit einer Zahlung Ofarims in Höhe von 10.000 Euro als Entschädigung, die zwischen der jüdischen Gemeinde Leipzigs und der Stiftung Haus der Wannsee-Konferenz aufgeteilt wurde. Das Verfahren wurde ohne formelles Urteil eingestellt. Sein 'rechtsanwalt', Dr. Alexander Stevens, verurteilte die Situation in einer Instagram-Stellungnahme als 'kaum zu überbietende Heuchelei'.

Die Kontroverse wirft weiterhin Fragen zu den Aufnahmen und den widersprüchlichen Aussagen Ofarims auf. Vonseiten der Hotelleitung in Leipzig gab es bisher keine Reaktion auf die Manipulationsvorwürfe. Der Fall ist zwar juristisch abgeschlossen, doch die öffentliche Debatte über den Vorfall hält an.