05 April 2026, 04:02

Graham Linehan wirft BBC vor, ihn in Doctors als transphobe Figur zu karikieren

Cartoon-Illustration eines beunruhigten Mannes in einem blauen Anzug, der auf dem Boden liegt, und einer Frau in einem gelben Kleid, die auf einem Stuhl sitzt und ein Objekt hält, mit Vorhängen, einer Tür und Text, der unten 'Britishia zwischen Tod und den Ärzten' liest.

Graham Linehan wirft BBC vor, ihn in Doctors als transphobe Figur zu karikieren

Der Comedy-Autor Graham Linehan hat der BBC vorgeworfen, ihn in der langjährigen Arztserie Doctors als transphoben Charakter darzustellen. Im Mittelpunkt der Vorwürfe steht Dr. Graham Elton, eine geschiedene und umstrittene Figur in der finalen Staffel der Serie. Die BBC wies jede Verbindung zwischen dem fiktiven Arzt und Linehans Privatleben zurück.

Linehan, der als Mit-Schöpfer der Kultserie Father Ted bekannt wurde, erhob die Anschuldigungen nach seiner eigenen Scheidung und öffentlichen Auseinandersetzungen über seine Haltung zu Transgender-Themen. In der letzten Staffel von Doctors, die 2024 ausgestrahlt wurde, trat Dr. Graham Elton als aggressiv transphobe Figur auf. Die Autoren der Serie zeichneten Elton, einen Arzt mittleren Alters in den Fünfzigern, als von seiner Frau getrennt und mit polarisierenden Ansichten. Linehan, der zum Zeitpunkt seiner Vorwürfe 57 Jahre alt war, behauptete, die Figur sei eine bewusste und unfaire Darstellung seiner selbst.

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BBC Studios wies die Vorwürfe zurück und betonte, dass die Charaktere in Doctors rein fiktiv seien. Der Sender gab keine weitere offizielle Stellungnahme ab, und es wurden seit Bekanntwerden der Anschuldigungen keine formalen Schritte eingeleitet.

Auch Linehans Privatleben stand in der Kritik. Seine Ex-Frau, die Schauspielerin Helen Serafinowicz, ließ sich 2020 von ihm scheiden, nachdem es wegen seiner öffentlichen Äußerungen zu Transgender-Themen Gegenwind gegeben hatte. Das Paar hat zwei gemeinsame Kinder, einen Sohn und eine Tochter. 2023 wurde Linehans geplanter Auftritt beim Edinburgh Fringe Festival abgesagt; die Veranstalter nannten Bedenken wegen seiner transfeindlichen Positionen als einen Grund für die Entscheidung.

Trotz der Kontroverse hält die BBC daran fest, dass Doctors ein fiktionales Werk ohne Bezug zu realen Personen oder Ereignissen sei. Der Streit unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen Linehan und der BBC, ohne dass es bisher zu einer rechtlichen oder offiziellen Klärung gekommen wäre. Die letzte Staffel von Doctors endete ohne weitere Äußerungen des Senders. Linehans Vorwürfe blieben über die anfängliche Zurückweisung einer realen Inspiration für die Figur hinaus unbeantwortet.

Quelle