Großrazzia in Regensburg: Ermittler durchsuchen 16 Objekte wegen Sozialbetrugs
Philipp KochGroßrazzia in Regensburg: Ermittler durchsuchen 16 Objekte wegen Sozialbetrugs
Großrazzia gegen Verdacht auf Steuer- und Sozialbetrug in Regensburg
Unter dem Codenamen Nachtausgang läuft derzeit eine großangelegte Aktion gegen mutmaßlichen Steuer- und Sozialversicherungsbetrug in Regensburg. Rund 80 Beamte durchsuchen im Rahmen der Razzia 16 Objekte, die mit Bars, Nachtclubs und Restaurants in Verbindung stehen. Den Ermittlern zufolge wurden Mitarbeiter entweder nicht bei der Sozialversicherung angemeldet oder ihre Beiträge illegal vorenthalten.
Die Operation wird seit 11 Uhr heute vom Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamts Regensburg geleitet. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Regensburg hatten die Behörden monatelang Beweise gesammelt, bevor sie richterliche Durchsuchungsbeschlüsse erwirkten.
Die Einsatzteams beschlagnahmen derzeit Computer, Smartphones und Finanzunterlagen – sowohl in Geschäftsräumen als auch in Wohnungen. Von den 16 durchsuchten Objekten liegen 15 in der Oberpfalz. Gegen mehrere Verdächtige wurden bereits Strafverfahren eingeleitet.
Sobald die Durchsuchungen abgeschlossen sind, beginnt die FKS mit der Auswertung des beschlagnahmten Materials. Noch ist unklar, wie viele Betriebe oder Mitarbeiter betroffen sein könnten; die Behörden haben hierzu keine genauen Angaben gemacht.
Die Ermittlungen dauern an, weitere Details wurden bisher nicht bekannt gegeben. Nun wird das Beweismaterial ausgewertet, um das Ausmaß der vorenthaltenen Abgaben und mögliche Anklagen zu prüfen. Die Aktion unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, undeclarierte Arbeit und Sozialversicherungsbetrug im Gastgewerbe zu bekämpfen.






