03 April 2026, 10:04

Gundremmingen wird vom AKW zum Energiewende-Vorreiter mit Solar und Speichern

Luftaufnahme einer Solar-Farm mit Panelen, umgeben von Bäumen, Gras, Wasser und einer nahen Bahnstrecke.

Grundsteinlegung für riesige Batteriespeicheranlage in Gundremmingen - Gundremmingen wird vom AKW zum Energiewende-Vorreiter mit Solar und Speichern

Aus dem ehemaligen Kernkraftwerk Gundremmingen wird ein Leuchtturmprojekt für erneuerbare Energien

Der Standort des ehemaligen Kernkraftwerks Gundremmingen soll zu einem zentralen Knotenpunkt für erneuerbare Energien umgebaut werden. Die bayerische Landesregierung und der Energiekonzern RWE haben Pläne für ein großes Batteriespeichersystem, einen Solarpark und ein Gaskraftwerk auf dem Gelände vorgestellt. Das Vorhaben zielt darauf ab, Gundremmingen trotz der Abschaltung der Reaktoren weiterhin als Schlüsselstandort für die regionale Energieversorgung zu etablieren.

Gundremmingen zählte einst zu den größten Atomkraftwerken Deutschlands und erzeugte seit 1984 jährlich rund 20 Milliarden Kilowattstunden Strom. Auf dem Höhepunkt seiner Kapazität deckte es etwa ein Viertel des bayerischen Strombedarfs. Doch nach dem beschlossenen Atomausstieg von 2011 – der im April 2023 vollständig umgesetzt wurde – sank der Anteil der Kernenergie in Bayern von 32 auf null Prozent. Erneuerbare Energien wie Windkraft (9 %), Solarenergie (25 %) und Biomasse decken mittlerweile über 60 % des Strombedarfs des Freistaats, während Gas etwa 25 % beisteuert.

Die beiden stillgelegten Kühltürme des Kraftwerks wurden in einer kontrollierten Sprengung abgerissen, um Platz für die neuen Anlagen zu schaffen. RWE wird die bestehende Netzanbindung des Standorts nutzen, um das Batteriespeichersystem zu integrieren, das die Netzstabilität in Phasen mit geringer Wind- und Solarstromerzeugung sichern soll. Die Anlage besteht aus über 200 Containern mit rund 850.000 Lithium-Eisenphosphat-Batteriezellen. Ab Anfang 2028 soll sie kontinuierlich eine Leistung von 400 Megawatt über fast zwei Stunden bereitstellen.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder betonte, dass Gundremmingen auch künftig eine zentrale Rolle in der Energieversorgung spielen werde. Die neue Infrastruktur soll den Ausstieg aus der Kernenergie unterstützen und gleichzeitig eine zuverlässige Stromversorgung für die Region gewährleisten.

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Mit dem Batteriespeicher, dem Solarpark und dem Gaskraftwerk wird die bestehende Energieinfrastruktur Gundremmingens für das postnukleare Zeitalter neu genutzt. Die Inbetriebnahme der Anlagen ist für Anfang 2028 geplant. Sie sollen die Netzstabilität stärken und Bayerns Wandel hin zu erneuerbaren Energien beschleunigen. Die bestehende Netzanbindung des Standorts ist dabei ein entscheidender Faktor für die Integration der neuen Systeme.

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