Gutefrage startet mit neuer Führung und KI-Strategie durch
Gutefrage, die langjährige deutsche Frage-Antwort-Plattform, stellt Führung und Strategie neu auf, um sich an eine sich wandelnde digitale Welt anzupassen. In den vergangenen fünf Jahren verzeichnete das Unternehmen einen stetigen Rückgang der Nutzeraktivität: Die monatlich aktiven Nutzer sanken von etwa 10 Millionen im Jahr 2021 auf rund 6 Millionen im Jahr 2025.
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, strukturiert das Unternehmen nun sein Team um und erweitert sein Geschäftsmodell über Werbung hinaus.
Nepomuk Seiler, der seit über einem Jahrzehnt eine Schlüsselfigur bei Gutefrage ist, übernimmt als Geschäftsführer für Produkt und Technologie die Leitung. In seiner neuen Rolle als Chief Product and Technology Officer (CPTO) wird er die Plattform in Richtung KI-gestützter Lösungen führen. Seiler war zuvor maßgeblich an der Entwicklung der ersten Gutefrage-App beteiligt und leitete zahlreiche Innovationsprojekte.
Als neuer CFO und Geschäftsführer stößt Mathias Wunder zum Unternehmen und zeichnet verantwortlich für Finanzen, Organisationsstruktur und Unternehmensentwicklung. Seine Aufgabe wird es sein, die finanzielle Stabilität zu sichern, während Gutefrage neue Einnahmequellen erschließt – darunter Content-Lizenzen, Partnerschaften und kostenpflichtige Gruppenangebote.
Auch die Nutzerinteraktion wird neu gestaltet: Statt auf Einzel-fragen setzt Gutefrage künftig auf langfristige Diskussionen in thematischen Bereichen. Diese dauerhaften Foren sollen wiederkehrende Lebensthemen und Entscheidungsprozesse begleiten. Eine neu entwickelte App, die dieses Konzept aufgreift, soll im Frühjahr an den Start gehen.
Daten von ProSiebenSat.1 und Similarweb belegen den Rückgang der Nutzerbindung: Die monatlich gestellten Fragen gingen von etwa 500.000 im Jahr 2021 auf rund 300.000 im Jahr 2025 zurück – ein Zeichen für den grundlegenden Wandel im Nutzerverhalten.
Mit den Führungswechseln und der neuen App will Gutefrage die schrumpfenden Nutzerzahlen umkehren. Durch den Fokus auf strukturierte, themenbezogene Diskussionen statt auf kurzfristige Fragen hofft das Unternehmen, die Nutzerbindung wieder zu stärken. Auch das erweiterte Geschäftsmodell mit Partnerschaften und kostenpflichtigen Dienstleistungen wird eine zentrale Rolle für die zukünftige Ausrichtung spielen.






