Hauptzollamt Landshut zieht Bilanz: Rekordsteuern und harter Schlag gegen Fälschungen und Schwarzarbeit
Philipp KochHauptzollamt Landshut zieht Bilanz: Rekordsteuern und harter Schlag gegen Fälschungen und Schwarzarbeit
Hauptzollamt Landshut verzeichnet ereignisreiches Jahr 2024: Hohe Handelsvolumina und scharfer Kampf gegen Illegalität
Das Hauptzollamt Landshut hat für das Jahr 2024 eine bilanzstarke Bilanz gezogen: Bei der Abwicklung immenser Handelsströme ging die Behörde gleichzeitig konsequent gegen illegale Machenschaften vor. Die Beamten nahmen Steuern und Abgaben in Höhe von über 850 Millionen Euro ein und beschlagnahmten zudem Millionen gefälschter Waren sowie nicht zugelassener Arzneimittel. Durch ihre Ermittlungen verhängten sie hohe Geldstrafen und erreichten Haftstrafen wegen Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung.
Mit einem Zuständigkeitsbereich von rund 12.000 Quadratkilometern koordiniert das Amt seine Aktivitäten von sieben Standortzollstellen aus: Landshut, Hallbergmoos, Passau, Pfarrkirchen, Plattling, Suben-Autobahn und Zwiesel. Im vergangenen Jahr bearbeiteten die Mitarbeiter über eine Million Importsendungen und mehr als acht Millionen Exporte – stets unter Einhaltung der Handelsvorschriften.
Im Rahmen der Finanzkontrollen setzte das Hauptzollamt Forderungen in Höhe von über 68 Millionen Euro durch. Von den gesamten Einnahmen flossen 23 Millionen Euro als Zollabgaben direkt in den EU-Haushalt.
Ein besonderer Fokus lag auf der Bekämpfung des illegalen Handels: Die Beamten konfiszierten rund fünf Millionen gefälschte Produkte sowie über 900 Kilogramm der sogenannten "Kräuterwunderpaste", die nicht zugelassene Medikamente enthielt. Die gezielten Maßnahmen gegen undeclarierte Arbeit führten zu Bußgeldern von mehr als einer Million Euro und Haftstrafen mit einer Gesamtlänge von fast 32 Jahren.
Neben der Strafverfolgung engagiert sich die Behörde auch in der Nachwuchsförderung – etwa durch Ausbildungsprogramme und duale Studiengänge für junge Menschen.
Die Bilanz des Hauptzollamts Landshut für 2024 unterstreicht seine doppelte Rolle als Garant für staatliche Einnahmen und als entscheidende Instanz im Kampf gegen illegale Geschäfte. Mit Millionen an eingezogenen Steuern, beschlagnahmten Fälschungen und verhängten Sanktionen bei Arbeitsrechtsverstößen setzt der Zoll in einer großen Region weiterhin auf strenge Kontrollen und konsequentes Handeln.






