Hensoldt mit Rekordauftragseingang trotz steigender Verluste im Jahr 2025
Elias FrankeHensoldt mit Rekordauftragseingang trotz steigender Verluste im Jahr 2025
Hensoldt verzeichnet gemischte Bilanz für die ersten neun Monate 2025
Der bei München ansässige Rüstungskonzern Hensoldt hat seine Finanzzahlen für die ersten neun Monate des Jahres 2025 vorgelegt. Das Unternehmen steigerte seinen Umsatz um 11,5 % auf 1,536 Milliarden Euro, doch der Nettoverlust weitete sich um 45,5 % auf 48 Millionen Euro aus. Dennoch wuchs der Auftragsbestand auf 7,096 Milliarden Euro – ein Zeichen für die anhaltend starke Nachfrage nach seinen Produkten.
Hensoldt ist in zwei Hauptgeschäftsbereichen aktiv: Sensoren und Optronik. Der Bereich Sensoren, der Radarsysteme für Militärfahrzeuge, Schiffe und Flugzeuge herstellt, erzielte einen Umsatz von 1,31 Milliarden Euro und trug damit 85,7 % zum Gesamtumsatz bei. Die Optronik-Sparte hingegen konzentriert sich auf Zielfernrohre, Visiergeräte, Nachtsichtgeräte und Wärmebildkameras.
Die finanzielle Lage des Unternehmens zeigt ein zwiespältiges Bild. Zwar deutet das Book-to-Bill-Verhältnis von 1,3 auf künftiges Umsatzwachstum hin, doch stieg die Verschuldungsquote bis September 2025 auf 82,9 %. Auch die langfristigen Finanzverbindlichkeiten kletterten deutlich auf 1,15 Milliarden Euro.
Im Februar 2026 sicherte sich Hensoldt einen Großauftrag des Rüstungskonzerns Diehl Defence. Der Vertrag im Wert von über 100 Millionen Euro umfasst TRML-4D-Luftabwehrradare im Rahmen der European Sky Shield Initiative. Dieser Deal trug maßgeblich zum Rekordauftragseingang von 4,71 Milliarden Euro im Jahr 2025 bei und trieb den Auftragsbestand bis Jahresende auf 8,83 Milliarden Euro hoch.
Die aktuellen Zahlen von Hensoldt spiegeln sowohl Wachstum als auch finanzielle Belastungen wider. Zwar steigen Umsatz und Auftragseingänge, doch die wachsende Verschuldung und die Verluste bleiben Herausforderungen. Der hohe Auftragsbestand und die jüngsten Auftragserfolge deuten jedoch auf eine anhaltend starke Nachfrage nach den Verteidigungstechnologien des Unternehmens hin.






