HEUNISCH schließt tschechisches Gießwerk nach 64 Jahren wegen Kosten und Umweltauflagen
Elias FrankeHEUNISCH schließt tschechisches Gießwerk nach 64 Jahren wegen Kosten und Umweltauflagen
HEUNISCH-Gießerei kündigt Schließung eines tschechischen Werks im Rahmen einer umfassenden Umstrukturierung an
Die HEUNISCH-Gießerei hat die Schließung eines ihrer beiden tschechischen Standorte bekannt gegeben. Betroffen ist die Slévárna HEUNISCH Brno, ein Spezialbetrieb für hochwertige Gussteile in der Landwirtschaftstechnik. Der Standort wird im Oktober 2025 seinen Betrieb einstellen – genau 64 Jahre nach seiner Gründung.
Hintergrund der Schließung sind steigende Kosten und verschärfte EU-Umwelvorschriften. Allein die Modernisierung der Schmelzanlagen in Brno hätte rund 25 Millionen Euro erfordert. Hinzu kämen in den nächsten vier Jahren weitere fünf Millionen Euro für die Einhaltung strengerer Umweltauflagen.
Als zusätzliche Gründe nannte die Unternehmensführung fehlende politische Unterstützung sowie persönliche Drohungen gegen das Management. Trotz dieser Herausforderungen bleibt HEUNISCH seinem Nachhaltigkeitskurs treu und will die drei verbleibenden Standorte bis zur CO₂-Neutralität führen.
Mit der Schließung soll die finanzielle Stabilität der gesamten HEUNISCH-Gruppe gesichert werden. Die deutsche Industrie, die auf Gussteile für alles – von Haushaltsgeräten bis zu Motoren – angewiesen ist, wird die verringerte Kapazität zu spüren bekommen.
Der letzte Abguss in der Slévárna HEUNISCH Brno ist für den 3. Oktober 2025 geplant. Die Werksschließung spiegelt die wachsenden Belastungen wider, unter denen Hersteller stehen – von Umweltvorgaben bis zu wirtschaftlichen Zwängen. HEUNISCH wird sich nun auf die Aufrechterhaltung der Produktion an den anderen Standorten konzentrieren und gleichzeitig klimaneutrale Abläufe vorantreiben.






