18 April 2026, 00:09

Hitze im Bundestag: Wie Deutschland mit Schulgewalt und Cybermobbing kämpft

Eine Gruppe von Schülern marschiert in Berlin, eine bunt bemalte "Students for Future"-Tafel tragend, vor einem Hintergrund aus Gebäuden, Bäumen und Himmel.

Hitze im Bundestag: Wie Deutschland mit Schulgewalt und Cybermobbing kämpft

Im Deutschen Bundestag ist eine hitzige Debatte über die zunehmende Gewalt und Mobbing an Schulen entbrannt. Auslöser war die AfD, die zwei Anträge eingebracht hatte, in denen sie eine strengere Erfassung von Schulgewalt sowie Maßnahmen gegen religiös motivierte Angriffe forderte. Fast jeder fünfte Schüler in Deutschland ist mittlerweile von Cybermobbing betroffen, während Polizeiberichte einen deutlichen Anstieg gewalttätiger Vorfälle in allen Bundesländern zeigen.

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Die AfD warf Saskia Esken, der SPD-Vorsitzenden im Bildungsausschuss des Bundestags, vor, die Schwere der Schulgewalt zu verharmlosen. Abgeordnete der Partei verwiesen auf Messerangriffe, Drohungen und religiösen Zwang als Belege für eine sich verschärfende Krise. Esken wies jedoch jeden Zusammenhang zwischen Migration und dem Problem zurück.

Sie bestätigte zwar, dass Gewalt und Mobbing tatsächlich zugenommen hätten, argumentierte aber, dass solches Verhalten oft auf mangelnde Konfliktlösungsfähigkeiten bei Jugendlichen zurückzuführen sei. Die Anträge wurden anschließend zur weiteren Prüfung an die zuständigen Ausschüsse überwiesen.

Vertreter von Union, Grünen und Linken erkannten die Herausforderungen durch Schulgewalt an. Gleichzeitig kritisierten sie die AfD für eine vereinfachende Darstellung des Problems und warnten davor, die Ursachen allein auf Migration oder religiöse Faktoren zu reduzieren.

Die Debatte offenbarten tiefe Gräben darüber, wie mit Gewalt an deutschen Schulen umgegangen werden soll. Zwar erkannten alle Parteien das Problem an, doch blieben die Meinungen über Ursachen und Lösungsansätze kontrovers. Die Anträge werden nun in den Ausschüssen detailliert geprüft, bevor mögliche Maßnahmen ergriffen werden.

Quelle