Homeoffice bleibt fester Bestandteil – doch die Branchen gehen unterschiedliche Wege

Lara Bauer
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Ein Diagramm, das die Beschäftigtenzahlen in den Vereinigten Staaten zeigt und von begleitendem Text begleitet wird.Lara Bauer

Ifo: Homeoffice-Anteil bleibt bei rund 25 Prozent stabil - Homeoffice bleibt fester Bestandteil – doch die Branchen gehen unterschiedliche Wege

Homeoffice bleibt auch Jahre nach der Coronavirus-Pandemie ein prägendes Merkmal des deutschen Arbeitsmarkts. Mittlerweile arbeitet etwa jeder vierte Beschäftigte zumindest teilweise von zu Hause aus. Während einige Branchen die Remote-Arbeit zurückfahren, setzen andere weiterhin stark auf flexible Modelle.

Die aktuellen Zahlen zeigen deutliche Unterschiede zwischen den Wirtschaftszweigen. Im Februar arbeiteten 24,3 Prozent aller Beschäftigten im Homeoffice – ein Wert, der sich stabil knapp unter der 25-Prozent-Marke hält. Besonders im Dienstleistungssektor ist der Trend ausgeprägt: Hier arbeiten im Schnitt 34,9 Prozent der Mitarbeiter zumindest teilweise remote. Spitzenreiter sind Unternehmensberatungen, bei denen 67,6 Prozent der Belegschaft von zu Hause aus tätig sind. Dicht gefolgt von IT-Dienstleistern, wo 76,4 Prozent der Beschäftigten zumindest teilweise im Homeoffice arbeiten.

Deutlich rückläufig ist die Remote-Arbeit hingegen in der Informations- und Kommunikationsbranche: Hier sank der Anteil von 70 Prozent im Jahr 2021 auf 45 Prozent im Jahr 2025, da viele Unternehmen ihre Mitarbeiter zurück ins Büro riefen. Auch in der Finanz- und Versicherungswirtschaft ging der Wert von 65 auf 40 Prozent zurück. Ähnlich sieht es in der wissenschaftlichen Forschung aus, wo der Anteil von 60 auf 35 Prozent fiel. Trotz dieser Rückgänge bleibt Homeoffice in diesen Bereichen deutlich weiter verbreitet als in anderen Branchen.

Am anderen Ende der Skala stehen Branchen, die traditionell auf Präsenzarbeit angewiesen sind. Im Baugewerbe liegt die Homeoffice-Quote bei nur 4,5 Prozent – der niedrigste Wert aller Sektoren. Der Einzelhandel folgt mit 12,6 Prozent, die verarbeitende Industrie mit 15,4 Prozent. Innerhalb der Industrie weisen die Automobilbranche (24,2 Prozent) und Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten (21,9 Prozent) die höchsten Werte auf. Die Gastronomie bleibt mit nur 4 Prozent Remote-Arbeit im Jahr 2025 fast unverändert – 2021 waren es 5 Prozent.

Trotz strengerer Regelungen in einigen Unternehmen scheint sich das Homeoffice fest etabliert zu haben. Die Daten des Statistischen Bundesamts und der Bundesagentur für Arbeit bestätigen: Remote-Arbeit ist für viele Jobs mittlerweile fester Bestandteil – wenn auch mit großen branchenspezifischen Unterschieden.

Die Entwicklung hat den deutschen Arbeitsmarkt nachhaltig verändert, allerdings nicht einheitlich. Während IT und Beratung weiterhin hohe Flexibilität bieten, bleiben Baugewerbe, Einzelhandel und Gastronomie auf Präsenzarbeit angewiesen. Mit etwa einem Viertel der Beschäftigten, die weiterhin von zu Hause aus arbeiten, zeigt sich: Das Homeoffice wird nicht so schnell verschwinden.

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