Homophober Angriff in Augsburg: Vier Männer vor Gericht wegen schwerer Körperverletzung
Lara BauerAngriff mit mutmaßlich homophobem Motiv? Landgericht verhandelt - Homophober Angriff in Augsburg: Vier Männer vor Gericht wegen schwerer Körperverletzung
Vier Männer im Alter zwischen 22 und 25 Jahren müssen sich im nächsten Monat wegen des Verdachts einer homophoben Gewalttat vor Gericht verantworten. Der Fall dreht sich um einen Angriff im März vergangenen Jahres in Augsburg, bei dem zwei Männer schwer verletzt wurden. Die Staatsanwaltschaft geht von einem anti-LGBTQ+-Hintergrund der Tat aus.
Die Attacke ereignete sich in der Maximilianstraße in Augsburg. Nach Angaben der Ermittler wurden die Opfer zunächst mit homophoben Beschimpfungen bedrängt, bevor die körperliche Gewalt begann. Beide Männer erlitten dabei multiple Prellungen am Kopf und Oberkörper.
Die Zuständigkeit liegt beim Bayerischen Landesamt zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus. Die Münchner Staatsanwaltschaft übernahm den Fall wegen des Verdachts auf ein Hassverbrechen. Einer der Angeklagten war bereits 2019 wegen Totschlags verurteilt worden, nachdem er einen Mann mit einem einzigen Schlag tödlich verletzt hatte. Der Prozess beginnt am 23. Februar und ist auf elf Verhandlungstage angesetzt. Allen vier Angeklagten wird schwere Körperverletzung vorgeworfen.
Im Verfahren wird geprüft, ob die Tat von anti-LGBTQ+-Motiven geleitet war. Bei einer Verurteilung drohen den Männern erhebliche Haftstrafen. Der Fall reiht sich in eine Serie gewalttätiger Vorfälle in der Region ein, darunter ein tödlicher Angriff auf dem Augsburger Königsplatz im Jahr 2018.