05 April 2026, 00:06

IG Metall plant Job-zu-Job-Netzwerk gegen Fachkräftemangel in Sachsen-Anhalt

Liniengraphik, der den Beschäftigungsstand in den Vereinigten Staaten zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

IG Metall plant Job-zu-Job-Netzwerk gegen Fachkräftemangel in Sachsen-Anhalt

Die IG Metall für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt setzt sich für ein landesweites "Job-zu-Job-Netzwerk" ein, um den Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt zu begegnen. Das Vorhaben zielt darauf ab, Branchen mit einem Überschuss an Beschäftigten mit solchen zu verknüpfen, die dringend Fachkräfte suchen – noch bevor Arbeitslosigkeit entsteht. Laut der Gewerkschaft würde dieser strukturierte Ansatz verhindern, dass wertvolles Know-how während großer wirtschaftlicher Umbrüche verloren geht.

Sachsen-Anhalt steht derzeit unter Druck durch Dekarbonisierung, digitale Transformation, geopolitische Veränderungen und eine alternde Bevölkerung. Diese Faktoren gefährden die Arbeitsplatzsicherheit in traditionellen Industrien. Thorsten Gröger, Regionalleiter von IG Metall, betont, dass ein moderner Industriestandort nicht nur den Rückgang von Qualifikationen verwalten, sondern vor allem reibungslose Übergänge organisieren sollte.

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Das geplante Netzwerk würde bestehende, aber bisher zersplitterte Arbeitsmarktinitiativen im Land verknüpfen. Es soll Instrumente wie Arbeitsagenturen, Arbeitnehmervertretungen, Weiterbildungsprogramme und regionale Wirtschaftsfördermaßnahmen zusammenführen. Unternehmen müssten zunächst interne Lösungen prüfen, um Erfahrungsträger zu halten, bevor Mitarbeiter in neue Positionen vermittelt werden.

Der Erfolg hängt von der Zusammenarbeit zwischen Arbeitgebern, Gewerkschaften, der Landesregierung, den Industrie- und Handelskammern sowie Bildungsträgern ab. IG Metall plant Gespräche mit diesen Akteuren, um ein dauerhaftes, sozial verantwortliches System zu schaffen. Ziel ist es, dass Beschäftigte direkt in hochwertige Arbeitsplätze wechseln können – ohne Phase der Arbeitslosigkeit.

Wird das Netzwerk umgesetzt, bietet es eine strukturierte Möglichkeit, Arbeitskräfteangebot und -nachfrage zusammenzubringen. Es baut auf bestehenden Initiativen auf und adressiert gleichzeitig die wirtschaftlichen und demografischen Herausforderungen Sachsen-Anhalts. Der nächste Schritt besteht darin, eine breite Beteiligung von Schlüsselpartnern aus Industrie und Politik zu sichern.

Quelle