02 March 2026, 18:03

Illegale Müllentsorgung: Zwei Oberpfälzer vor Gericht wegen gefährlicher Abfälle in Polen und Tschechien

Ein Schild am Straßenrand trägt die Aufschrift "Melden Sie illegale Müllablagerungen und Verschmutzungen", mit Bäumen und Pflanzen im Hintergrund und einer Tafel mit Text im Vordergrund.

Anklage wegen mutmaßlich illegaler Abfallentsorgung - Illegale Müllentsorgung: Zwei Oberpfälzer vor Gericht wegen gefährlicher Abfälle in Polen und Tschechien

Zwei Männer aus der Oberpfalz müssen sich wegen schwerwiegender Vorwürfe im Zusammenhang mit der illegalen Entsorgung von Abfällen in Tschechien und Polen verantworten. Bei den Beschuldigten handelt es sich um einen Unternehmensinhaber und einen seiner Mitarbeiter, die über mehrere Monate hinweg angeblich gefährliche Abfälle ohne die erforderlichen Genehmigungen transportiert und entsorgt haben sollen.

Zwischen Juni 2024 und Januar 2025 sollen die beiden Männer mehr als 30 Fahrten in die Tschechische Republik unternommen haben, um dort nicht gefährlichen Müll auf wilden Deponien zu entsorgen. Spätere Ermittlungen ergaben, dass sie zudem gefährliche und kontaminierte Abfälle – darunter Batteriereste – sowohl in Tschechien als auch in Polen illegal deponiert hatten.

Die bayerischen Behörden sicherten im Rahmen des Falls etwa 300 Tonnen Abfall. Darunter befanden sich 260 Tonnen glasfaser- und kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffabfälle sowie 40 Tonnen Verbundwerkstoffe und Komponenten aus Lithium-Ionen-Batterien.

Dem Unternehmensinhaber wird zusätzlich "fahrlässige Körperverletzung durch Unterlassen" vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, eine defekte Batterie-Trennanlage nicht abgeschaltet zu haben, was zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen bei Mitarbeitern führte.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Fall hat die Behörden dazu veranlasst, illegal entsorgte Materialien aus dem Ausland zurückzuholen. Offizielle Unterlagen zur Ermittlung können bei der Regierung der Oberpfalz, den örtlichen Umweltbehörden oder in deutschen Gerichtsakten eingesehen werden. Das Ergebnis des Gerichtsverfahrens wird über die Konsequenzen für die Beteiligten entscheiden.