01 March 2026, 12:02

Ingolstadt beschließt Haushalt ohne Gewerbesteuer-Erhöhung trotz Finanzkrise

Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung einer Stadtkarte mit der Bezeichnung "Vorgeschlagene Verbesserungen", die Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten zeigt.

Ingolstadt beschließt Haushalt ohne Gewerbesteuer-Erhöhung trotz Finanzkrise

Ingolstadt beschließt Haushalt zur Bewältigung der Finanzkrise

Die Stadt Ingolstadt hat einen neuen Haushalt verabschiedet, der ihre finanziellen Herausforderungen angehen soll. Oberbürgermeister Dr. Michael Kern bezeichnete die Entscheidung als "Wendepunkt" für die Kommune und verwies auf die angespannte Haushaltslage. Der Plan setzt auf Stabilität – ohne jedoch die Gewerbesteuer zu erhöhen.

Die Stadtverwaltung hat strukturelle Änderungen vorgenommen, um die Einnahmen zu steigern, darunter Reformen bei der Grundsteuer. Eine Erhöhung der Gewerbesteuer wurde trotz finanzieller Engpässe ausgeschlossen. Investitionen in Schulen und Kinderbetreuung bleiben Priorität; für Bauprojekte stehen nun neue Mittel bereit.

Mit dem Haushaltsbeschluss kann Ingolstadt zudem Investitionskredite beantragen, vor allem für Bildungs- und Betreuungseinrichtungen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der medizinischen Versorgung: Geplant ist eine regionale Gesundheitsstrategie in Kooperation mit den Nachbarlandkreisen.

Die Zukunft des Kulturzentrums Hämmerbau ist weiterhin Thema. Verwaltung und Stadtrat prüfen Baumaßnahmen, um den langfristigen Erhalt des Standorts zu sichern. Dr. Kern betonte, eine dauerhafte Schließung würde das falsche Signal für die kulturelle und bürgerliche Identität der Stadt senden.

Der Oberbürgermeister nannte drei Leitprinzipien: solides Finanzmanagement, Verantwortungsbewusstsein und die Sicherung von Ingolstadts Zukunft. Gleichzeitig rief er den Stadtrat zu einem geschlossenen und pragmatischen Vorgehen bei weiteren Konsolidierungsschritten auf.

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Der Haushaltsbeschluss ebnet den Weg für Gespräche mit der Bezirksregierung Oberbayern über bedarfsgerechte Fördermittel.

Der neue Haushalt setzt Ingolstadt auf Kurs, seine finanziellen Probleme zu lösen – ohne die Gewerbesteuer zu belasten. Er ermöglicht Investitionen in Schulen, Kitas und Gesundheitsversorgung, während Kulturprojekte wie das Hämmerbau weiter geprüft werden. Als nächster Schritt stehen Verhandlungen mit den regionalen Behörden über zusätzliche Hilfen an.