21 March 2026, 06:02

Ingolstadts Kulturschock: Das Theater Hämmersbau schließt für immer seine Türen

Schwarzes und weißes architektonisches Zeichnung des Reichshallen Theaters in Berlin, das sein Auditorium mit Reihen von Stühlen, Säulen und Decke zeigt, mit Text unten.

Ingolstadts Kulturschock: Das Theater Hämmersbau schließt für immer seine Türen

Das Theater Hämmersbau in Ingolstadt schließt am 31. Mai 2026 für immer seine Pforten. Mit der letzten Vorstellung von Kasimir und Karoline endet eine langjährige kulturelle Institution der Stadt. Finanzielle Engpässe zwingen Ingolstadt zu drastischen Kürzungen im öffentlichen Bereich.

Die Haushaltskrise der Stadt hat sich in den vergangenen Jahren zugespitzt. Bis Ende 2025 droht ein Defizit von rund 88 Millionen Euro. Trotz stark gestiegener Steuereinnahmen – angetrieben durch eine 800-prozentige Erhöhung der Grundsteuer-Hebesätze seit 2022 – sind auch die Ausgaben rasant gestiegen. Der Haushalt für 2026 beläuft sich auf 1,1 Milliarden Euro, wobei ein kleiner Überschuss von 30 Millionen Euro für Infrastruktur, Schulen und soziale Einrichtungen vorgesehen ist.

Ursprünglich sollte das Theater Hämmersbau für 240 Millionen Euro saniert werden. Doch im Dezember 2025 stoppte der Stadtrat diese Pläne auf unbestimmte Zeit. Stattdessen muss das Haus nun 1,5 Millionen Euro einsparen, vier Vollzeitstellen streichen und alle Gastspiele absagen.

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Im Rahmen der allgemeinen Sparmaßnahmen sind kulturelle Programme besonders betroffen. Die Schließung des Theaters markiert das Ende einer Ära für die Ingolstädter Kunstszene – zur Enttäuschung vieler Bürger.

Im Mai nächsten Jahres fällt der letzte Vorhang im Hämmersbau. Seine Schließung spiegelt Ingolstadts Kampf wider, angesichts steigender Kosten die Finanzen in den Griff zu bekommen. Ohne zusätzliche Mittel wird sich das kulturelle Angebot der Stadt in den kommenden Jahren weiter verringern.

Quelle