15 February 2026, 10:01

Iskratel bringt Glasfaser-Expertise aus Slowenien nach Deutschlands ländliche Regionen

Ein altes, detailliertes Stadtplan von Wannfried, Deutschland, mit Straßen, Gebäuden und anderen Merkmalen mit Textbeschriftungen.

Iskratel bringt Glasfaser-Expertise aus Slowenien nach Deutschlands ländliche Regionen

Iskratel, ein führender IKT-Anbieter in Osteuropa, expandiert nun nach Westeuropa mit Fokus auf Deutschland. Das Unternehmen, das bereits in Ländern wie Spanien, Frankreich und Belgien aktiv ist, hat eine neue Niederlassung in München eröffnet. Bekannt für seine Expertise im Bereich ländlicher Breitbandausbau, will Iskratel den Glasfaserausbau in unterversorgten deutschen Regionen beschleunigen.

Mit einem Jahresumsatz von über 115 Millionen Euro und mehr als 100 Millionen Kunden bringt das Unternehmen Erfahrung aus Projekten wie dem 5G-Ausbau in Slowenien und dem grenzüberschreitenden Open-Access-Netzwerk RUNE zwischen Slowenien und Kroatien mit. Nun plant es, die hinterherhinkende Glasfaserabdeckung in Deutschland anzugehen – insbesondere in Regionen wie dem Landkreis Rottweil, wo weiterhin Finanzierungslücken bestehen.

Iskratels Vorstoß in Deutschland folgt auf Erfolge in anderen westeuropäischen Märkten. In Belgien baut das Unternehmen derzeit gemeinsam mit der Ulysse Group ein 10-Gbit/s-Glasfasernetz auf, das tausende ländliche Haushalte ans Netz bringt. Ähnliche Projekte in Slowenien, darunter der 5G-Ausbau mit Telecom Slovenia, haben seinen Ruf als Brückenbauer bei der Überwindung der digitalen Kluft gefestigt.

Die Strategie des Unternehmens zielt auf Deutschlands ländliche Regionen ab, wo die FTTH-Versorgung (Fibre to the Home) noch immer gering ist. Zwar stiegen die FTTH/B/H-Anschlüsse von 2 Millionen im Jahr 2020 auf 11 Millionen bis 2024, doch Regionen wie der Landkreis Rottweil in Baden-Württemberg kämpfen weiterhin mit Problemen: 2023 erhielten 14.000 Adresspunkte keine Förderung – seither gab es kaum Fortschritte. Dr. Mitja Golja, Direktor für Breitband-Geschäftsentwicklung bei Iskratel, wird die Bemühungen leiten, die Glasfaserlösungen des Unternehmens in diese Gebiete zu bringen.

Auf der anstehenden Fachmesse ANGACOM wird Iskratel sein Konzept zur Modernisierung der ländlichen Infrastruktur vorstellen. Das Unternehmen erwartet ein Umsatzwachstum von 30 Prozent in Westeuropa, getrieben von der Nachfrage nach Hochgeschwindigkeits-Internet. Der Fokus liegt auf Regionen, in denen traditionelle Anbieter nur wenig vorankommen, und bietet skalierbare Glasfasernetze, die auf lokale Bedürfnisse zugeschnitten sind.

Die Münchner Niederlassung markiert Iskratels direkten Einstieg in den deutschen Breitbandmarkt. Die ländlichen Glasfaserprojekte in Belgien und Slowenien dienen als Blaupause für die Expansion in Deutschland. Da die FTTH-Abdeckung im Land nach wie vor ungleichmäßig ist, könnten die Lösungen des Unternehmens helfen, Versorgungslücken in Regionen zu schließen, in denen Finanzierung und Infrastruktur bisher zu kurz kamen.