07 May 2026, 06:03

K-pop-Fans schlagen zurück: Warum ein Modedesigner Jisoo von Blackpink angriff – und es bereute

Zwei Männer in Anzügen lächeln in einem Zeitungsartikel mit der Überschrift "Grazer Musiker", datiert auf März 2012.

K-pop-Fans schlagen zurück: Warum ein Modedesigner Jisoo von Blackpink angriff – und es bereute

Ein belgischer Modedesigner hat heftige Kritik geerntet, nachdem er die K-pop-Star Jisoo öffentlich dafür angegriffen hatte, geliehene Kleidungsstücke nicht zurückzugeben. Der Streit zeigt, welche Macht hingebungsvolle Fangemeinden besitzen – und welche Risiken es birgt, sie gegen sich aufzubringen. Was als einfache Leihanfrage begann, entwickelte sich rasant zu einer Herausforderung für die Öffentlichkeitsarbeit.

Benjamin Voortmans, ein Designer mit 80 Millionen Followern auf Instagram, hatte Jisoo von Blackpink zunächst Outfits für ein Fotoshooting zur Verfügung gestellt. Monate später warf er ihr vor, die Stücke nicht zurückgeschickt zu haben. Auf eine Interviewanfrage der Women’s Wear Daily (WWD) reagierte er zunächst zustimmend, lehnte später jedoch ab – mit der Begründung, die Angelegenheit werde intern geklärt.

Voortmans räumte ein, Jisoo nicht persönlich angreifen zu wollen, sondern vielmehr eine Reaktion ihres Teams provozieren zu wollen. Seine Äußerungen lösten jedoch eine wütende Gegenreaktion ihrer Fans aus. Der Shitstorm demonstrierte einmal mehr, wie leidenschaftlich K-pop-Fangemeinden ihre Idole verteidigen – oft mit koordinierten Kampagnen.

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Der Vorfall wirft auch ein Schlaglicht auf allgemeine Trends in der Fan-Kultur. Studien zufolge empfinden 75 Prozent der Fans ihre fankulturellen Aktivitäten als genauso bereichernd wie den eigentlichen Content. Dennoch unterschätzen Marken und kleinere Kreative häufig die Reichweite solcher Communities. Eine zu starke Kommerzialisierung kann Widerstand auslösen – für Unternehmen wird es daher immer wichtiger, sich in diesen Fangruppen behutsam zu bewegen.

Die Auseinandersetzung zwischen Voortmans und Jisoos Fans offenbart, welchen Einfluss parasoziale Beziehungen auf das moderne Konsumverhalten haben. Während der Designer eine derart vehemente Reaktion möglicherweise nicht erwartet hatte, dient der Fall als Mahnmal dafür, wie schnell Konflikte in hochengagierten Fan-Kreisen eskalieren können. Marken und Kreative müssen künftig abwägen, ob öffentliche Kritik das Risiko wert ist – angesichts der unbedingten Loyalität leidenschaftlicher Unterstützer.

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