Hazel Brugger: Deutschland ist gut darin, pessimistisch über den ESC zu sein - Kann Deutschland beim ESC 2025 endlich wieder siegen?
Deutschlands Eurovision-Hoffnungen rücken wieder in den Fokus – die nationale Vorentscheidung steht am kommenden Samstag an. Die von der Schweizer Komikerin Hazel Brugger moderierte Show entscheidet, wer Deutschland am 16. Mai in Wien vertreten wird. Nach Jahren mittelmäßiger Platzierungen steht Deutschland unter Druck, die Serie enttäuschender Auftritte zu beenden.
Der letzte – und bisher einzige – deutsche Sieg datiert aus dem Jahr 2010, als Lena Meyer-Landrut mit Satellite in Oslo triumphierte. Seither kämpften Beiträge wie Isaak 2024 (Platz 12) oder Abor & Tynna 2025 (Platz 15) vergeblich um vordere Ränge.
Brugger, die bereits 2023 den Eurovision Song Contest in Basel mitmoderierte, führt nun gemeinsam mit Barbara Schöneberger durch die deutsche Vorentscheidung. Bekannt für ihren scharfen Witz und unkonventionelle Karriereentscheidungen – darunter ihr Umzug von der Schweiz nach Deutschland – bringt sie frischen Wind in den Wettbewerb.
Kritisch äußert sie sich über Deutschlands Tendenz, die Eurovision-Strategie zu überdenken, und plädiert für mehr Spontanität. Mit Verweis auf Lena Meyer-Landrut argumentiert Brugger, dass nicht akribische Planung, sondern Selbstvertrauen zum Sieg 2010 führte. Die Sängerin selbst unterstützt diese Haltung und rät zu einem mutigeren, weniger kalkulierten Ansatz.
Neun Monate nach Bruggers Moderation in Basel markiert die deutsche Vorentscheidung einen Stimmungswandel: Die Verantwortlichen hoffen, mit ihrer Beteiligung neuen Optimismus in einen Wettbewerb zu tragen, in dem Deutschland oft hinterherhinkte. Der oder die Gewählte wird in Wien auf starke Konkurrenz treffen – 37 Länder kämpfen dort um den Titel.
Die Vorentscheidung ebnet den Weg für Deutschlands nächstes Eurovision-Kapitel. Bruggers Appell, weniger zu planen und mehr an sich zu glauben, spiegelt den Wunsch wider, die Erfolglosigkeit der vergangenen Jahre zu überwinden. Der ausgewählte Act wird im nächsten Monat in Wien antreten – mit dem Ziel, die Ära der Mittelmäßigkeit endlich zu beenden.






