Kemptens CSU-Ära endet nach 30 Jahren mit historischem Wahlsieg der Freien Wähler
Philipp KochKemptens CSU-Ära endet nach 30 Jahren mit historischem Wahlsieg der Freien Wähler
Kemptens jahrzehntelange CSU-Führung endet nach 30 Jahren
Christian Schoch von den Freien Wählern hat die Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Kempten mit 55 Prozent der Stimmen gewonnen. Das Ergebnis markiert einen Einschnitt in die politische Landschaft der Stadt nach Jahrzehnten unter derselben Partei.
Die CSU hatte das Kemptener Rathaus 1996 erstmals erobert, als Ulrich Netzer den damaligen SPD-Amtsinhaber besiegte. Netzer blieb bis 2014 im Amt, bevor Thomas Kiechle seine Nachfolge antrat. Kiechle regierte zwei Amtszeiten lang, bevor er in diesem Jahr die Wahl verlor.
Schoch setzte sich in der Stichwahl mit 55 Prozent durch, während Kiechle auf 45 Prozent kam. Die Wahlbeteiligung lag bei 43,6 Prozent – ein Zeichen für das Interesse der Bürger an diesem mit Spannung verfolgten Rennen.
Mit dem Wahlausgang endet die 30-jährige Vorherrschaft der CSU im Bürgermeisteramt. Schoch wird nun als neuer Oberbürgermeister die Nachfolge von Kiechle antreten, der nach zwei Amtszeiten abtritt. Der Wechsel folgt einem klaren Wählerauftrag aus dem Stichwahl-Ergebnis.






