Kimmichs riskanter Querpass bringt den FC Bayern in letzte Sekunde in Bedrängnis
Philipp KochKimmichs riskanter Querpass bringt den FC Bayern in letzte Sekunde in Bedrängnis
Joshua Kimmichs riskanter Pass in der 86. Minute kostete den FC Bayern München fast den Titel im hitzigen Duell gegen Eintracht Frankfurt. Der Fehler führte zum zweiten Tor der Frankfurter und hätte Bayern Münchens Führung in der Nachspielzeit fast zunichtegemacht. Seitdem wird die Entscheidungsfähigkeit des Verteidigers in dieser hochbrisanten Phase des Spiels von Kritikern infrage gestellt.
Bei einer Führung der Münchner entschied sich Kimmich, aus dem eigenen Strafraum einen riskanten Querpass über das gesamte Spielfeld zu versuchen – statt den Ball einfach zu klären. Die Abfangaktion ermöglichte Frankfurt den Anschlusstreffer zum 3:2. In der Nachspielzeit hätten die Hessen fast noch ausgeglichen und verwandelten eine scheinbar komfortable Führung des FC Bayern in ein nervenaufreibendes Finale.
Der Patzer zog scharfe Kritik von Experten und Vereinsverantwortlichen nach sich. Peter Neururer bezeichnete ihn als 'katastrophales Urteilsversagen' und 'verheerenden Fehler'. Max Eberl, Sportdirektor der Bayern, nannte den Pass 'Harakiri' und warf Kimmich vor, unnötige Gefahren heraufbeschworen zu haben. Der Spieler verteidigte seine Entscheidung und verwies auf die Spielphilosophie des Clubs, Angriffe aus der Defensive heraus aufzubauen.
Es war nicht das erste Mal, dass Kimmichs waghalsige Aktionen nach hinten losgingen. Schon früher in dieser Saison führte ein ähnlicher Querpass aus dem eigenen Strafraum zum Tor von Arnaud Kalimuendo beim 3:2-Sieg gegen Frankfurt. Gegen Augsburg unterließ er die Klärung einer Hereingabe, was eine späte Niederlage einleitete. Ein schlecht getimtes Foul gegen den Hamburger SV endete mit einem Elfmeter, und seine 21 Ballverluste – darunter ein gefährlicher Abspielfehler gegen Werder Bremen – stehen ebenfalls in der Kritik. Eberl warnte wiederholt vor übermäßigem Risiko und bezeichnete solche Züge als 'Harakiri', während Medienberichte einen Rückgang bei Kimmichs Passgenauigkeit und defensiven Zweikämpfen dokumentieren.
Der Vorfall zeigt, wie schnell eine dominante Leistung im Fußball kippen kann. Selbst bei einem Verein vom Kaliber des FC Bayern können individuelle Fehler in entscheidenden Momenten schwerwiegende Folgen haben. Für Kimmich dient die Kritik als Mahnung, wie schmal der Grat zwischen Erfolg und kostspieligen Patzern im Spitzensport ist.






