17 March 2026, 08:01

Kirchenaustritte in Bayern erreichen 2025 neuen Tiefpunkt – Katholiken und Protestanten betroffen

Altes Dokument mit der Überschrift "St. Erasmus Kirche" und einer Kirche im Hintergrund, unterzeichnet von der deutschen Regierung, umgeben von Bäumen und Himmel.

Bischöfe und Regionalkirche: Fast 124.000 Austritte - Kirchenaustritte in Bayern erreichen 2025 neuen Tiefpunkt – Katholiken und Protestanten betroffen

Kirchenaustritte in Bayern gehen weiter zurück – Katholiken und Protestanten verlieren tausende Mitglieder

Die Zahl der Kirchenmitglieder in Bayern sinkt weiterhin: Sowohl die katholische als auch die evangelische Kirche verloren im vergangenen Jahr tausende Gläubige. Zwar verringerte sich der Austrittsstrom aus der katholischen Kirche leicht, doch der allgemeine Trend des Mitgliederschwunds bleibt ungebrochen. Kirchenvertreter räumen die Herausforderungen ein, verweisen aber auch auf Fortschritte bei der Bewältigung interner Probleme.

Allein im Jahr 2025 traten fast 124.000 Menschen aus den beiden großen christlichen Kirchen Bayerns aus. Die katholische Kirche verzeichnete 81.852 Austritte – rund 5.300 weniger als noch 2024. Dennoch zählt sie im Freistaat weiterhin über 5,3 Millionen Mitglieder.

Die Evangelisch-Lutherische Kirche hingegen musste einen Anstieg der Austrittszahlen hinnehmen: Rund 42.000 Menschen verließen sie 2025, nach 39.486 im Vorjahr. Damit sank die Zahl ihrer Mitglieder erstmals seit 2024 unter die Zwei-Millionen-Marke.

In beiden Kirchen sterben oder treten mehr Menschen aus, als durch Taufen neu hinzukommen. Erzbischof Herwig Gössl aus Bamberg betonte, dass die Bemühungen zur Aufarbeitung von Missbrauchsfällen und zur Umsetzung von Reformen zunehmend Anerkennung fänden. Dennoch deute der anhaltende Mitgliederschwund auf tiefgreifendere Probleme hin.

Die aktuellen Zahlen unterstreichen den kontinuierlichen Rückgang der Kirchenbindung in Bayern. Zwar ging die Zahl der Austritte aus der katholischen Kirche leicht zurück, doch die evangelische Kirche verzeichnete noch mehr Verluste. Angesichts schrumpfender Mitgliederzahlen stehen beide Konfessionen vor der anhaltenden Aufgabe, die Gründe für die Abkehr der Gläubigen zu bekämpfen.

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