23 March 2026, 06:02

Kuka streicht 560 Stellen in Augsburg – Industrie-Roboter in der Krise

Gruppe von Robotern auf einem Tisch in einer Fabrikumgebung mit Maschinen, Kabeln, beschrifteten Platinen und Lichtern im Hintergrund sowie einigen Menschen.

Weniger Aufträge: Kuka stärkt Stellenabbau - Kuka streicht 560 Stellen in Augsburg – Industrie-Roboter in der Krise

Roboterhersteller Kuka kündigt weitere Stellenstreichungen am Standort Augsburg an

Der Robotik-Konzern Kuka hat bekannt gegeben, die geplanten Entlassungen an seinem Hauptsitz in Augsburg auszuweiten. Statt der ursprünglich vorgesehenen 400 Stellen sollen nun 560 Vollzeitstellen abgebaut werden. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund einer anhaltend schwachen Nachfrage nach Industrie-Robotern, die das Unternehmen zu einer Umstrukturierung seiner Geschäftsbereiche zwingt.

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Betroffen von den erweiterten Kürzungen sind vor allem die Roboterproduktion, aber auch einige Positionen in der Unternehmensverwaltung. Kuka beschäftigt in Augsburg derzeit rund 3.000 Mitarbeiter, wo die Abbaumaßnahmen umgesetzt werden. Die ersten 400 Stellen wurden bereits in diesem Jahr gestrichen; der gesamte Prozess soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein.

Die Probleme des Unternehmens verschärften sich, nachdem Kuka im Jahr 2026 Aufträge im Wert von über 100 Millionen Euro nicht erhalten hatte. Als Grund für den Rückgang nennt das Unternehmen die anhaltend schwierige Marktlage für Industrie-Roboter. Trotz dieser Herausforderungen zeigt sich Kuka optimistisch in Bezug auf künftiges Wachstum – insbesondere in den Bereichen Automatisierung und künstliche Intelligenz. Autonome, selbstlernende Roboter gelten als zentraler Expansionsschwerpunkt.

Eine aktuelle Anfrage des Deutschen Bundestags forderte Daten zu Roboterinstallationen in Deutschland für den Zeitraum von 2016 bis 2025 sowie einen Vergleich der Roboter-Dichte in den wichtigsten Volkswirtschaften. Bisher liegen jedoch keine konkreten Zahlen oder Trends zur Nachfrage in Schlüsselbranchen wie Automobilbau, Elektronik oder allgemeiner Fertigungstechnik vor.

Durch die Stellenstreichungen verringert sich die Belegschaft in Augsburg um fast ein Fünftel. Kuka setzt auf aufstrebende Technologien, um das Wachstum wiederzubeleben, doch der Zeitpunkt einer Erholung bleibt ungewiss. Die Umstrukturierung spiegelt die größeren Herausforderungen wider, mit denen die Branche der Industrie-Robotik konfrontiert ist – geprägt von wachsendem Wettbewerb und sich verändernden Marktbedingungen.

Quelle