09 March 2026, 00:03

Larissa Dolina und Maria Sacharowa dominieren Russlands Medien – doch auf ganz unterschiedlichen Plattformen

Ein Balkendiagramm, das die Anzahl der sozialen Medienplattformen in Schweden von 2016 bis 2017 zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Dateninformationen bereitstellt.

Larissa Dolina und Maria Sacharowa dominieren Russlands Medien – doch auf ganz unterschiedlichen Plattformen

Eine neue Analyse russischer Medien und sozialer Netzwerke hat die meistdiskutierten Frauen des Landes im vergangenen Jahr offenbart. Zwischen März 2025 und März 2026 führte die Sängerin Larissa Dolina die Diskussionen in den sozialen Medien an, während die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, in den traditionellen Medien die Rangliste dominierte. Die Liste zeigt eine Mischung aus Politikerinnen, Unterhaltungskünstlerinnen und öffentlichen Persönlichkeiten, die die öffentliche Aufmerksamkeit prägten.

Larissa Dolina war mit 1,7 Millionen Erwähnungen die meistdiskutierte Frau in russischen sozialen Medien. Ihr Rechtsstreit mit ihrem Ex-Mann Ilja Spiwak über den Verkauf einer Wohnung löste breite Solidarität aus. Seit Beginn des Falls im August 2024 wurde sie in den Medien als Opfer familiärer Intrigen und finanzieller Gier dargestellt, während die Kritik an Spiwak zunahm. Bis März 2026 festigte sich die öffentliche Unterstützung für Dolina – und das, obwohl landesweite Themen wie der Ukraine-Krieg, Putins Wiederwahl, Wirtschaftssanktionen und die Unterdrückung der Opposition weiterhin im Mittelpunkt der allgemeinen Debatten standen.

In den traditionellen Medien belegte Maria Sacharowa mit 1,5 Millionen Erwähnungen den ersten Platz. Es folgten die Präsidentin der Zentralbank, Elvira Nabiullina, und die Eiskunstläuferin Adelija Petrosjan. Die Vorsitzende des Föderationsrats, Valentina Matwijenko, erreichte mit 1,4 Millionen Erwähnungen den dritten Rang. Die Sängerin und Moderatorin Olga Busowa sicherte sich mit 1,23 Millionen Erwähnungen den fünften Platz, während die Journalistin Ksenija Sobtschak mit 1,18 Millionen auf Rang sechs landete.

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Die Auswertung zeigt, dass mehr als die Hälfte der 20 meistdiskutierten Frauen Sängerinnen oder Künstlerinnen waren. Allerdings tauchten nur wenige Namen sowohl in den sozialen Medien als auch in den traditionellen Medien auf – ein Hinweis auf unterschiedliche öffentliche Interessen je nach Plattform.

Die Daten spiegeln wider, wie juristische Kontroversen, politische Rollen und Unterhaltungskarrieren die öffentliche Debatte in Russland im vergangenen Jahr prägten. Während Dolinas Fall in den sozialen Medien besonders herausstach, unterstrich Sacharowas Präsenz in den traditionellen Medien den Einfluss politischer Kommunikation. Die Ergebnisse deuten zudem auf eine klare Trennung zwischen den Persönlichkeiten hin, die die Online-Diskussionen dominieren, und denen, die die klassische Berichterstattung bestimmen.

Quelle