Laura Gimmler überwindet ihre Angst vor Olympia – ein ehrlicher Blick hinter die Fassade
Elias FrankeLaura Gimmler überwindet ihre Angst vor Olympia – ein ehrlicher Blick hinter die Fassade
Deutsche Skilangläuferin Laura Gimmler spricht offen über ihre Ängste vor den Olympischen Spielen
Die 30-jährige Laura Gimmler, einst ein vielversprechendes Nachwuchstalent, zählt nach Jahren stetiger Entwicklung heute zur Weltspitze im Skilanglauf. Doch trotz ihrer Erfolge gibt sie zu, dass der Druck der olympischen Konkurrenz bei ihr tiefe persönliche Ängste auslöst.
Gimmler begann ihre Laufbahn im Skisport bereits mit fünf Jahren. Später trainierte sie an einer Elitesportinternatsschule in Oberstdorf, wo ihr Talent erstmals auffiel. Ein frühes Karrierehighlight war der zehnte Platz über 30 Kilometer klassisch bei den Weltmeisterschaften 2021 in ihrer Heimatstadt. Zudem trug sie dazu bei, dass Deutschland in den Staffelwettbewerben 2015 und 2019 jeweils den vierten Platz erreichte.
In den letzten fünf Jahren hat sich ihre Leistung deutlich gesteigert. War sie früher nur gelegentlich unter den Top 30 zu finden, steht sie heute regelmäßig auf dem Podest. Zu ihren größten Erfolgen zählen der zweite Platz im Sprint der Tour de Ski 2025 in Val di Fiemme sowie der fünfte Rang im Sprint bei den Weltmeisterschaften 2026 in Oberstdorf. Ihr bestes Einzelresultat im Weltcup erzielte sie 2026 mit einem zweiten Platz im klassischen Sprint in Goms, Schweiz. Damit hat sie sich vor ehemaligen Konkurrentinnen wie Victoria Carl und etablierten Athletinnen wie Jessica Müller platziert, liegt aber noch hinter Weltklasse-Läufern wie dem Norweger Johannes Høsflot Klæbo.
Trotz ihres Aufstiegs blickt Gimmler mit offener Ehrlichkeit auf die Olympischen Spiele – und auf die mentalen Herausforderungen, die sie begleiten. Sie ist überzeugt, dass Angst für jeden ambitionierten Sportler natürlich ist. Statt sie zu verdrängen, stellt sie sich ihren Ängsten direkt – eine Strategie, die ihr helfe, mit dem Druck umzugehen. Ihre Bereitschaft, über diese Kämpfe zu sprechen, hat zudem eine breitere Debatte über psychische Gesundheit im Spitzensport angestoßen.
Gimmlers Karriere steht für bemerkenswerten Fortschritt und die Realitäten des Hochleistungssports. Ihre konsequent starken Top-Ten-Platzierungen und jüngsten Podestierungen unterstreichen ihren Status als Medaillenanwärterin. Indem sie ihre Ängste offen thematisiert, setzt sie ein Beispiel für Athletinnen und Athleten, die Ehrgeiz mit mentaler Widerstandsfähigkeit verbinden müssen.