14 April 2026, 10:03

Lehrerin kassierte 16 Jahre Gehalt – während sie heimlich als Heilpraktikerin arbeitete

Plakat mit der Aufschrift "Was gibt es Neues zum einmaligen Schuldenentlastungsprogramm der Biden-Harris-Regierung?" mit Büchern unten.

Lehrerin kassierte 16 Jahre Gehalt – während sie heimlich als Heilpraktikerin arbeitete

Eine Lehrerin am Berufskolleg Wesel bezieht seit über 16 Jahren ohne triftigen Grund bezahlten Krankengeldbezug. In dieser Zeit erhielt sie weiterhin ihr volles Gehalt vom Land Nordrhein-Westfalen – während sie parallel als Heilpraktikerin für Alternativmedizin arbeitete.

Der Fall flog auf, nachdem Behörden feststellten, dass die Lehrerin niemals eine ärztliche Untersuchung zur Bestätigung ihrer Arbeitsunfähigkeit durchlaufen hatte. Stattdessen blieb sie beruflich aktiv und nahm sogar an einem Existenzgründungswettbewerb teil, obwohl sie offiziell krankgeschrieben war.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen des Verdachts auf gewerbsmäßigen Betrug. Ihr wird vorgeworfen, dem Land wissentlich falsche Angaben gemacht zu haben. Die strafrechtlichen Ermittlungen beziehen sich auf den Zeitraum von 2021 bis 2025, da frühere Jahre möglicherweise bereits verjährt sind.

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Im Zuge der Ermittlungen durchsuchten Beamte ihr Haus in Duisburg und beschlagnahmten Unterlagen sowie digitale Speichermedien. Zudem prüfen die Behörden, ob die Lehrerin und eine Mitarbeiterin des Landschaftsverbands Rheinland in Düsseldorf ihre dienstlichen Pflichten verletzt haben.

Der Vorfall hat das Land Nordrhein-Westfalen veranlasst, schärfere Kontrollen bei langandauernden oder wiederholten Krankschreibungen anzukündigen. Der Lehrerin drohen nun Betrugsvorwürfe, weil sie ihr Gehalt bezog, während sie einer anderen Tätigkeit nachging. Der Staat will künftig solche Fälle durch strengere Überprüfungen verhindern. Weitere rechtliche Schritte hängen vom Ausgang der laufenden Ermittlungen ab.

Quelle