09 February 2026, 20:01

Linde streicht bis zu 400 Ingenieursjobs – jeder vierte Arbeitsplatz betroffen

Ein Schwarz-Weiß-Foto eines Fabrikinneren mit Arbeitern, die eine große Maschine bedienen, umgeben von Leitern und Stangen, mit dem Text "Cadillac Steel Works" unten.

Linde streicht bis zu 400 Ingenieursjobs – jeder vierte Arbeitsplatz betroffen

Linde, der weltweit größte Anbieter von Industriegasen, plant erhebliche Stellenstreichungen in seiner Ingenieursdivision. Bis Ende Mai sollen bis zu 400 Arbeitsplätze abgebaut werden – fast ein Viertel der Belegschaft an den Standorten Höllriegelskreuth und Dresden. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund wachsenden Drucks durch die internationale Konkurrenz.

Vor den geplanten Entlassungen beschäftigte Linde in der Ingenieurssparte an beiden Standorten insgesamt 450 Mitarbeiter. Nun muss sich das Unternehmen umstrukturieren, um sowohl kostentechnisch als auch technologisch wettbewerbsfähig zu bleiben. Den Beschäftigten werden drei Optionen angeboten: die Annahme eines Sozialplans, der Wechsel in eine Transfergesellschaft oder der Eintritt in eine Altersteilzeitregelung.

Derzeit laufen Verhandlungen mit den Mitarbeitern und dem Betriebsrat. Wer die gesetzten Fristen für diese Optionen verpasst, könnte aus betrieblichen Gründen von Massenentlassungen betroffen sein. Trotz der insgesamt starken Gewinne von Linde trägt die Ingenieursdivision nur einen geringen Anteil zum Gesamtumsatz und -ertrag des Konzerns bei.

Die Stellenstreichungen werden die Belegschaft in der Ingenieurssparte an den betroffenen Standorten um nahezu 25 Prozent verringern. Das Unternehmen passt seine Ressourcen an, um in einem schwierigen Marktumfeld konkurrenzfähig zu bleiben. Die endgültigen Entscheidungen über Entlassungen hängen von den Ergebnissen der laufenden Verhandlungen ab.