12 February 2026, 16:08

Mainzer Revue feiert scharfe Satire mit erster Protokollchefin und Jubiläumsauftritt

Ein Plakat für ein Festival in München, Deutschland, das ein Gemälde einer Frau mit einem menschlichen Gesicht zeigt, umgeben von anderen Menschen und Bäumen, mit Text.

Frauen-Debüt bei "Mainz bleibt Mainz" - Mainzer Revue feiert scharfe Satire mit erster Protokollchefin und Jubiläumsauftritt

Die 71. Ausgabe der Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht-Revue sorgte mit ihrer scharfen politischen Satire für Schlagzeilen. Erstmals übernahm eine Frau die zentrale Rolle als Protokollchefin: Christina Grom setzte mit beißendem Spott gegen Prominente neue Akzente. Zudem kehrte der langjährige Darsteller Jürgen Wiesmann in einer vertrauten Rolle auf die Bühne zurück.

Grom nahm in ihren Pointen Bundeskanzler Friedrich Merz, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump aufs Korn. Besonders pointiert schlug sie vor, der Himmel solle Trumps 'aufgeblähten Kopf' mit der Gutenberg-Bibel 'eins überziehen'. Weder Merz, Söder noch Trump haben bisher öffentlich auf die Spötteleien der Revue reagiert.

Andreas Schmitt, der trotz einer gesundheitsbedingten Pause 2025 durch die Abend führte, schloss die Veranstaltung als 'Hoher Altardiener' des Mainzer Doms ab. In seiner Performance richtete er eine scherzhafte Botschaft an den fiktiven Papst Leo XIV. – mit dem Wunsch, dass eines Tages eine Papstin den Urbi-et-Orbi*-Segen sprechen möge.

Jürgen Wiesmann feierte sein 25. Bühnenjubiläum als Ernst Lustig, eine fest etablierte Karnevalsfigur. Die Mischung aus Tradition und frecher Komik hielt das Publikum in Atem und verband politische Gesellschaftskritik mit unterhaltsamer Show.

Die Mainzer Karnevalsrevue 2025 setzte mit Grom an der Spitze und ihrer kompromisslosen Satire neue Maßstäbe. Schmitts Rückkehr und Wiesmanns Jubiläumsauftritt unterstrichen die Bedeutung der Veranstaltung. Mit ihrer unnachahmlichen Mischung aus Respektlosigkeit und Brauchtum festigte die Show einmal mehr ihren Platz in der deutschen Karnevalskultur.