Manfred Weber lehnt jede Zusammenarbeit mit der AfD im EU-Parlament ab
Finn HerrmannManfred Weber: AfD ist 'absolut giftige Partei' - Manfred Weber lehnt jede Zusammenarbeit mit der AfD im EU-Parlament ab
EPP-Chef Manfred Weber hat eine strukturierte Zusammenarbeit mit der deutschen Rechtspopulistenpartei AfD im Europäischen Parlament entschieden zurückgewiesen. Aktuelle Berichte hatten auf engere Verbindungen zwischen der CDU/CSU-Fraktion und der AfD hingedeutet, als bisher bekannt war. Weber wies diese Vorwürfe jedoch zurück und bekräftigte seine langjährige Ablehnung der Partei.
Weber bezeichnete die AfD als eine "absolut giftige Partei" und betonte, dass seit 2020 keinerlei formelle Kooperation stattgefunden habe. Die EVP habe konsequent Bündnisse abgelehnt – gemeinsame Abstimmungen oder Initiativen seien nicht dokumentiert. So lehnten AfD-Abgeordnete etwa zwischen 2022 und 2025 von der EVP unterstützte Resolutionen zur Ukraine-Hilfe ab, während die EVP stattdessen Alternativvorschläge anderer Gruppen befürwortete, nie jedoch AfD-Anträge.
Auch den Vorwurf, die EVP habe ihre Politik an die AfD angepasst, wies Weber zurück. Zwar räumte er ein, dass Migration ein zentrales Thema für Europa sei, doch bestehe er auf eine geordnete Kontrolle der Außengrenzen. Sein Konzept umfasst klare Regeln für Einreisende sowie ein System zur Rückführung abgelehnter Antragsteller.
Trotz Forderungen, Migration als Lösung für Europas Herausforderungen zu nutzen, hinterfragte Weber die von AfD-Anhängern betonte nationale Eigenständigkeit. Er plädierte stattdessen für ein "wehrhaftes, starkes Europa" – und machte deutlich: "Die Brandmauer bleibt bestehen."
Die EVP hält weiterhin Abstand zur AfD; systematische Zusammenarbeit ist nicht nachweisbar. Webers Aussagen unterstreichen die Ablehnung der AfD-Politik und das Bekenntnis zu einem einheitlichen europäischen Ansatz. Die Debatte über Migration und politische Bündnisse in der EU bleibt indes ungelöst.






