Manuel Neuer kämpft gegen Zeitspiel – und träumt vom Feldspieler-Dasein
Lara BauerBayern-Torwart Neuer will weniger Zeitspiel an Ecken - Manuel Neuer kämpft gegen Zeitspiel – und träumt vom Feldspieler-Dasein
Manuel Neuer fordert strengere Regeln gegen Zeitspiel im Fußball
Der Torhüter des FC Bayern München, der den Verein 2011 wechselte, kritisiert, dass das Spiel an Dynamik verliere, wenn Spieler Neuanstöße unnötig verzögern. Zudem äußerte er die Überzeugung, mit dem richtigen Training hätte er in einer ballbesitzorientierten Mannschaft auch als Feldspieler agieren können.
Neuer begann seine Karriere bei Schalke 04, wo er in Jugendspielen gelegentlich als Mittelfeldspieler oder Libero auflief, bevor er sich endgültig für das Tor entschied. 2011 wechselte er zu Bayern und etablierte sich als einer der weltbesten Torhüter. Nun setzt er sich für Regeländerungen ein, um das Spiel zu beschleunigen.
Eine aktuelle Vorschrift begrenzt die Ballhaltezeit von Torhütern auf nur acht Sekunden – bei Verstößen erhält die gegnerische Mannschaft einen Eckball. Neuer befürwortet diese Regel, plädiert aber dafür, ähnliche Zeitvorgaben auch für Abstoße und Eckbälle einzuführen. Sein Argument: Besonders bei Freistößen werde oft zu viel Zeit verschwendet, was den Spielfluss stört.
Der erfahrene Schlussmann gibt zu, dass ihm für höhere Spielklassen als Feldspieler möglicherweise die Schnelligkeit gefehlt hätte. In einer Drittligamannschaft mit Fokus auf Ballbesitz hätte er sich jedoch gut eingliedern können. Als mögliche Positionen nannte er Innenverteidiger oder defensiven Mittelfeldspieler – und zog dabei Parallelen zu seinem ehemaligen Teamkollegen Javi Martínez.
Neuers Vorschläge zielen darauf ab, Verzögerungen zu minimieren und die effektive Spielzeit zu erhöhen – ein Anliegen, das seiner Meinung nach auch die Fans unterstützen. Seine Äußerungen unterstreichen zudem seine Vielseitigkeit, hatte er doch in jungen Jahren selbst Feldpositionen besetzt. Die Debatte um Zeitspiel im Fußball könnte durch seine Forderungen nun weiteren Auftrieb erhalten – sowohl bei Funktionären als auch bei Spielern.