22 February 2026, 22:03

Markus Söder lehnt Erbschaftssteuer-Erhöhung und Schuldenbremsen-Reform strikt ab

Ein altes deutsches Auslandsdarlehen aus dem Jahr 1924 mit einem Porträt einer Frau, mit Text und Zahlen, die seine Nennwert angeben.

CSU-Chef Söder schließt Lockerung der Schuldenbremse aus - Markus Söder lehnt Erbschaftssteuer-Erhöhung und Schuldenbremsen-Reform strikt ab

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat Forderungen nach einer Entlastung des deutschen Haushalts durch höhere Erbschaftssteuern oder eine Lockerung der Schuldenbremse entschieden zurückgewiesen. In Stellungnahmen zur Finanzpolitik bezeichnete er beide Optionen als nicht verhandelbar. Gleichzeitig kritisierte er erneut das Länderfinanzausgleichssystem, das Bayern als größten Nettozahler seit langem belaste.

In jüngsten Äußerungen positionierte sich Söder klar: Die Erbschaftssteuer sei eine "Neidsteuer – das ist reine Klassenkampf-Rhetorik". Eine Erhöhung schloss er kategorisch aus: "Das wird nicht passieren." Auch bei der Schuldenbremse, die die staatliche Kreditaufnahme begrenzt, zeigte er keine Kompromissbereitschaft. "Wir werden die Schuldenbremse nicht aufweichen", betonte er und fügte hinzu, die CSU werde die Ergebnisse der Bund-Länder-Kommission zur Prüfung der Regel nicht vorwegnehmen.

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Zum Länderfinanzausgleich wiederholte Söder seine Kritik am bestehenden System. Empfängerländer müssten "endlich aus dem Haus von Mama und Papa Bayern ausziehen", statt sich auf Transferzahlungen zu verlassen. Seine Lösung fällt radikal aus: Entweder das System komplett abschaffen oder den Föderalismus grundlegend reformieren. Dies entspricht seinem früheren Vorschlag, die Zahl der Bundesländer zu verringern – eine Reform, von der er sich effizientere Staatsstrukturen verspricht.

Die Schuldenbremse-Kommission, im September 2023 eingesetzt, arbeitet weiterhin ohne öffentliche Berichte zu Besetzung oder Fortschritten. Söders Aussagen deuten darauf hin, dass Bayern jeden Versuch abblocken wird, die finanziellen Spielräume zu erweitern – selbst angesichts wachsender Haushaltsbelastungen.

Söders Aussagen unterstreichen Bayerns harte Linie in Steuer-, Schulden- und Finanzausgleichsfragen. Seine Ablehnung von Erbschaftssteuererhöhungen und Schuldenbremsen-Reformen lässt kaum Verhandlungsspielraum. Gleichzeitig hält sein Plädoyer für strukturelle Änderungen beim Finanzausgleich den Druck auf das deutsche Föderalsystem aufrecht.