24 January 2026, 18:03

Massive Zugausfälle 2026: Bayerns Gleiserneuerung legt Süddeutschland und Österreich lahm

Ein detaillierter Routenplan von München U-Bahn-System auf einer Glasplatte angezeigt.

Massive Zugausfälle 2026: Bayerns Gleiserneuerung legt Süddeutschland und Österreich lahm

Große Gleiserneuerungen in Bayern sorgen 2026 für massive Zugausfälle in Süddeutschland und Österreich

Ab Anfang Februar 2026 werden umfangreiche Gleisbauarbeiten in Bayern den Schienenverkehr in weiten Teilen Süddeutschlands und Teilen Österreichs stark beeinträchtigen. Die von der Deutschen Bahn durchgeführten Modernisierungen betreffen sowohl den Regional- als auch den Fernverkehr und führen zu Zugausfällen, Umleitungen und längeren Fahrzeiten. Auch die ÖBB muss in Oberösterreich und Salzburg Anpassungen vornehmen, sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr.

Die Bauarbeiten beginnen am 7. Februar 2026 und wirken sich zunächst auf Fernverkehrsverbindungen über Passau aus. Bis zum 13. Juni wird der ICE-Verkehr zwischen Wien und Nürnberg komplett eingestellt, während andere Verbindungen mit Verspätungen oder Umleitungen rechnen müssen. Auch Pendler zwischen Linz und Salzburg müssen mit Ausfällen leben, da in dieser Phase der Regionalverkehr Vorrang hat.

Vom 14. Juni bis 12. Dezember 2026 verlagert sich der Schwerpunkt auf das regionale Streckennetz in Bayern. Wichtige Verbindungen wie Regensburg–Nürnberg und Passau–Obertraubling werden wochenlang vollständig gesperrt. Auf Hauptstrecken wie München–Nürnberg und München–Augsburg fällt das Angebot auf weniger als die Hälfte des üblichen Takts zurück. Die Linie R21 verkehrt nur auf einer verkürzten Strecke, während S2- und REX21-Züge zu anderen Zeiten fahren, um die reduzierte Kapazität zu bewältigen. Um Engpässe zu entlasten, leitet die ÖBB täglich rund 80 Güterzüge über die Weststrecke zwischen Salzburg und Linz um. Zudem wird ein zusätzliches ICE-Paar zwischen Wien und München über Passau eingesetzt. Allerdings verlängern sich durch Umleitungen – etwa über Ingolstadt – die Fahrzeiten für Reisende um bis zu 60 Minuten, wodurch der Münchner Hauptbahnhof zu einem zentralen Knotenpunkt für Umstiege wird. Trotz der Einschränkungen versichert die ÖBB, dass die wichtigsten Verbindungen weiterhin im dichtgetakteten Verkehr bedient werden. Langfristig sollen die Modernisierungen die Kapazitäten im Schienennetz erhöhen und sowohl Österreich als auch dem europäischen Verkehrsnetz zugutekommen.

Das sechsmonatige Großprojekt bringt zwar erhebliche kurzfristige Beeinträchtigungen mit sich – von reduzierten Verbindungen über längere Fahrzeiten bis hin zu vorübergehenden Streckensperrungen. Nach Abschluss der Arbeiten sollen die erneuerten Gleise jedoch für mehr Zuverlässigkeit und höhere Kapazitäten im Schienenverkehr sorgen. Reisende werden aufgefordert, sich während der Bauphase vorab über aktuelle Fahrpläne zu informieren.