Mediengruppe Bayern übernimmt Oberfranken – ein neuer Medienriese entsteht
Elias FrankeMediengruppe Bayern übernimmt Oberfranken – ein neuer Medienriese entsteht
Die Mediengruppe Bayern (MGB) hat Pläne bekannt gegeben, die Mediengruppe Oberfranken (MGO) zu übernehmen. Die am Dienstagabend verkündete Transaktion markiert eine weitere große Konsolidierung im deutschen Regionalzeitungssektor. Sollte das Vorhaben genehmigt werden, erhält die MGB die volle Kontrolle über die Fachzeitschriften und Druckereien der MGO.
Die MGO gibt mehrere renommierte Titel heraus, darunter die "Fränkische Tag", die "Bayerische Rundschau", das "Coburger Tageblatt", die "Saale-Zeitung" sowie die Online-Plattform "infranken.de". Der Verkaufsentschluss fällt in eine Zeit zunehmend schwieriger Marktbedingungen für lokale Medien. Albrecht Tintelnot, Vorsitzender der MGO-Gesellschafterversammlung, hat die Entscheidung öffentlich unterstützt.
Simone Tucci-Diekmann, Eigentümerin der MGB, bezeichnete die Übernahme als einen "außerordentlich wichtigen Meilenstein" für das Unternehmen. Allerdings muss die Transaktion noch vom Bundeskartellamt freigegeben werden, bevor sie vollzogen werden kann.
Diese Übernahme folgt zwei weiteren bedeutenden Fusionen im Jahr 2024. Im Mai hatte die Neue Pressegesellschaft Ulm die Medienholding Süd übernommen und damit die regionale Medienlandschaft weiter umgestaltet.
Durch den geplanten Deal würde die MGB ihren Einfluss auf dem bayerischen Medienmarkt ausbauen. Bei einer Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden würden die Publikationen und Druckereien der MGO künftig unter dem Dach der MGB betrieben. Die Entscheidung spiegelt die wachsenden Branchenherausforderungen wider, denen sich lokale Zeitungen in ganz Deutschland gegenübersiehen.






