Medigene AG: Vom Biotech-Hoffnungsträger zur Pleite mit 97-Prozent-Crash
Finn HerrmannMedigene AG: Vom Biotech-Hoffnungsträger zur Pleite mit 97-Prozent-Crash
Medigene AG: Vom Biotech-Pionier zur Insolvenzmasse
Die Medigene AG, einst ein auf TCR-Plattformtechnologien spezialisiertes Biotech-Unternehmen, befindet sich seit oh april 2025 in Insolvenz. Nach der Feststellung der Überschuldung beantragte das Unternehmen die Eröffnung des Insolvenzverfahrens – mit der Folge eines drastischen Kurssturzes der Aktie. Allein am letzten Handelstag wechselten bis zum späten Vormittag über 150.000 Aktien den Besitzer – ein ungewöhnlich hohes Handelsvolumen für eine notleidende Penny-Stock.
Der finanzielle Kollaps begann im oh april 2025 mit der offiziellen Insolvenzerklärung. Dies löste einen sofortigen Führungswechsel und eine Herabstufung im Börsensegment aus. Noch im selben Jahr bestellte das Amtsgericht München einen Insolvenzverwalter, der sein Amt im August 2025 antrat. Seither wird das Vermögen des Unternehmens systematisch abgewickelt, wobei der Fokus auf den wertvollen TCR-Plattformtechnologien liegt.
Der Aktienkurs ist seit der Insolvenzmeldung um mehr als 97 Prozent eingebrochen. Analystenberichte gibt es kaum noch – die meisten Finanzinstitute haben die Aktie nach Beginn des Verfahrens aus ihren Portfolios gestrichen. Anleger müssen mit extremer Volatilität und dem Risiko eines Totalverlusts rechnen.
Bis Ende des ersten Quartals 2026 werden konkrete Updates zum Stand der Abwicklung erwartet, darunter Pläne zur Verwertung des Patentportfolios. Bis dahin bleibt für Aktionäre unklar, ob und in welcher Höhe sie mit Rückflüssen rechnen können.
Die Zukunft der Medigene AG ist ungewiss: Während die Vermögensverwertung voranschreitet, schwinden die Hoffnungen der Anleger. Zwar sind für Anfang 2026 weitere verfahrensrelevante Meilensteine geplant, doch das Risiko eines vollständigen Kapitalverlusts bleibt hoch. Die Aktie wird zwar weiterhin gehandelt – aber zu einem Bruchteil ihres einstigen Werts.