10 February 2026, 16:03

Merz trifft Selenskyj: Ukraine-Krieg und Europas Sicherheit im Fokus der MSC 2026

Eine Gruppe von Menschen sitzt um einen Konferenztisch mit Laptops, Flaschen, Gläsern, Papieren, Büchern und anderen Gegenständen und ist in eine Diskussion vertieft. Im Hintergrund sind Flaggen mit Stangen, eine Whiteboard und Deckenleuchten zu sehen.

Merz trifft Selenskyj: Ukraine-Krieg und Europas Sicherheit im Fokus der MSC 2026

Bundeskanzler Friedrich Merz wird im Februar 2026 eine Reihe hochrangiger Treffen im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) abhalten. Zu den wichtigsten Gesprächen zählt ein bilaterales Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, das bereits bestätigt wurde. Die vom 13. bis 15. Februar stattfindende Konferenz wird zudem Diskussionen mit anderen globalen Führungskräften zu drängenden Sicherheitsfragen bieten.

Auf dem Programm von Kanzler Merz steht ein persönliches Gespräch mit Präsident Selenskyj, wobei die genaue Tagesordnung noch nicht bekannt gegeben wurde. Angesichts des Schwerpunkts der Konferenz dürften die Gespräche den anhaltenden Krieg in der Ukraine, Europas Bestrebungen nach größerer Eigenständigkeit sowie den Zustand der transatlantischen Beziehungen umfassen.

Neben den Ukraine-Gesprächen wird Merz sich mit den Spitzenpolitikern Frankreichs und Großbritanniens – Präsident Emmanuel Macron und Premierminister Keir Starmer – im Rahmen des "E3-Gipfels" treffen. Dieses Treffen dient traditionell der Abstimmung über gemeinsame Sicherheitsherausforderungen und die Bewältigung internationaler Krisen.

Der Terminkalender des Kanzlers sieht zudem ein Gespräch mit dem US-Außenminister Marco Rubio vor, um die transatlantischen Beziehungen zu stärken. Zudem wird er mit dem Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, zusammenkommen, wobei voraussichtlich Themen wie Technologie, Klimapolitik und wirtschaftliche Zusammenarbeit im Mittelpunkt stehen dürften.

Die diesjährige MSC bringt auch Veränderungen für das traditionelle "McCain-Dinner" mit sich. Die Veranstaltung wurde neu strukturiert und umfasst weniger Vertreter aus der Wirtschaft, dafür mehr Regierungsvertreter – ein Zeichen für die stärkere Ausrichtung auf politisch-inhaltliche Diskussionen.

Die Münchner Sicherheitskonferenz wird Merz eine Plattform für entscheidende Gespräche mit zentralen internationalen Führungspersönlichkeiten bieten. Die bestätigten Treffen unterstreichen Deutschlands Rolle bei der Bewältigung des Ukraine-Konflikts, der europäischen Verteidigungspolitik und den Beziehungen zu den USA. Die Ergebnisse dieser Gespräche könnten die politische Ausrichtung in den kommenden Monaten maßgeblich prägen.