11 April 2026, 14:06

Merz trifft syrischen Übergangspräsidenten: Neuanfang mit klaren Bedingungen

Altes Buch mit einer detaillierten Karte von Syrien auf einem schwarzen Hintergrund, das geografische Merkmale und Stadtnamen zeigt.

Merz trifft syrischen Übergangspräsidenten: Neuanfang mit klaren Bedingungen

Bundeskanzler Friedrich Merz wird den syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Sharaa treffen – ein Besuch, der das Vertrauen zwischen Deutschland und Syrien wiederherstellen soll. Das Treffen findet mehr als ein Jahr nach dem Zusammenbruch des Assad-Regimes statt. Adis Ahmetovic, außenpolitischer Sprecher der SPD, hat im Vorfeld klare Schwerpunkte für die anstehenden Gespräche benannt.

Ahmetovic betonte, der Besuch solle einen verlässlichen Neuanfang in den deutsch-syrischen Beziehungen markieren. Er forderte einen glaubwürdigen politischen Prozess, der alle gesellschaftlichen Gruppen einbezieht – insbesondere Minderheiten wie Drusen, Alawiten und Kurden. Der Schutz dieser Gemeinschaften vor Gewalt sei eine zentrale Forderung, wobei Ahmetovic klarstellte, dass sich die Verbrechen der Vergangenheit niemals wiederholen dürften.

Der SPD-Politiker rief Kanzler Merz zudem dazu auf, Deutschlands Engagement für ein stabiles Syrien deutlich zu machen. Drei Hauptbedingungen nannte er für eine vertiefte Zusammenarbeit: die Achtung der Rechtsstaatlichkeit, den Schutz von Minderheitenrechten und eine friedliche Außenpolitik. Ahmetovic schlug vor, Deutschland solle Syriens neutrale Position im weiteren Nahostkonflikt unterstützen.

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Beim Wiederaufbau verband Ahmetovic Fortschritte mit der Rückkehr von Geflüchteten. Er wies darauf hin, dass Deutschland ein großes Interesse an zügigen Wiederaufbaumaßnahmen habe, da die Stabilität Syriens direkte Auswirkungen auf die Rückführung von Flüchtlingen habe.

Im Mittelpunkt des Gesprächs zwischen Merz und al-Sharaa wird der politische Übergang Syriens stehen. Deutschland drängt dabei auf Rechtsreformen und den Schutz von Minderheiten. Ahmetovics Äußerungen machen deutlich: Künftige Zusammenarbeit hängt von konkreten Schritten in Richtung Stabilität und Neutralität ab. Das Ergebnis könnte Deutschlands Rolle bei der Erholung Syriens und der regionalen Diplomatie prägen.

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