Microsoft setzt auf lokale KI-Lösungen statt iCloud für europäische Datensouveränität
Lara BauerMicrosoft-Chef: Europäische Daten bleiben in Europa - Microsoft setzt auf lokale KI-Lösungen statt iCloud für europäische Datensouveränität
Microsoft hat neue Maßnahmen angekündigt, um europäische Bedenken hinsichtlich Datensicherheit und KI-Entwicklung zu adressieren. Das Unternehmen führt Tools ein, die Nutzern eine bessere Kontrolle über ihre Daten ermöglichen – und diese gleichzeitig in der Region halten.
Auf einer kürzlichen Veranstaltung in München skizzierten Führungskräfte Pläne, um durch lokalisierte Datenlösungen und Cybersecurity-Unterstützung das Vertrauen in die Einführung von KI zu stärken.
Microsoft-CEO Satya Nadella versicherte europäischen Behörden und Unternehmen, dass ihre Daten sicher bleiben. Das Unternehmen rollt Foundry Local aus, einen Dienst, der die Entwicklung von KI auf lokalen Systemen ermöglicht – statt sich ausschließlich auf die icloud zu verlassen. Dieser Schritt unterstützt souveräne Umgebungen mit Hardware von Partnern wie NVIDIA.
Das ebenfalls in München vorgestellte Microsoft European Sovereignty Studio wird Organisationen helfen, maßgeschneiderte Datenkontrollen zu entwerfen, noch bevor vollständige souveräne Lösungen verfügbar sind. Zu den ersten Nutzern gehören die Branddirektion München, die einen KI-Sprachassistenten für Notrufe testet, das Europäische Patentamt (EPA), das KI für die Patentbearbeitung einsetzt, sowie die Fraunhofer-Gesellschaft, die ein Tool zur Demokratisierung der Forschung entwickelt.
Kunden sollen bald "souveräne Kontrolle" über ihre Daten und Anwendungen erhalten. Verschlüsselung und Private-Cloud-Lösungen, physisch getrennt von den Hauptrechenzentren, werden externen Zugriff verhindern – selbst durch ausländische Regierungen. Agnes Heftberger, Chefin von Microsoft Deutschland, betonte die Notwendigkeit von Vertrauen bei der KI-Einführung und forderte eine "europäische Datengrenze", um Informationen in der Region zu halten.
Das Unternehmen wird zudem seine Cyber-Bedrohungsdaten mit europäischen Kunden teilen. Diese Schritte erfolgen vor dem Hintergrund wachsender Bedenken gegenüber US-Techkonzernen, die sensible europäische Daten verarbeiten.
Microsofts neue Dienste zielen darauf ab, europäischen Nutzern volle Hoheit über ihre Daten zu geben und gleichzeitig lokale KI-Innovationen zu fördern. Zu den Änderungen gehören verschlüsselte Speicherlösungen, Private-Cloud-Optionen und Initiativen zur Bedrohungsdatenweitergabe.
Der Ansatz des Unternehmens kommt damit direkt regionalen Forderungen nach stärkerem Datenschutz und einer geringeren Abhängigkeit von Servern im Ausland nach.






