18 February 2026, 10:01

Mini verzögert US-Start seiner E-Autos wegen hoher Zölle aus China

Eine Balkendiagramm auf einem weißen Hintergrund, das die Anzahl der Elektrofahrzeuge in den Vereinigten Staaten zeigt, mit Text, der einen Anstieg der gesamten installierten Kapazität von BMW angibt.

Mini verzögert US-Start seiner E-Autos wegen hoher Zölle aus China

Mini hat auf der IAA Mobility 2023 in München seine neuesten Elektromodelle präsentiert. Der neu gestaltete Cooper und der Aceman wurden zusammen mit dem überarbeiteten Countryman gezeigt. Doch die Pläne, diese Stromer auf den US-Markt zu bringen, stoßen auf Hürden – durch Handelszölle und Produktionsentscheidungen.

Der neue Cooper wurde in einer rein elektrischen Version vorgestellt, die auf einer speziellen E-Auto-Plattform basiert und derzeit in China gefertigt wird. Daneben präsentierte Mini den Aceman, ein kompaktes Elektro-SUV, das kleiner als der Countryman ausfällt. Beide Modelle sind Teil der Markenoffensive in Richtung Elektrifizierung, doch zunächst werden sie US-Kunden nicht erreichen.

Der Markteintritt des elektrischen Cooper in den USA verzögert sich aufgrund eines 27,5-prozentigen Zolls auf in China hergestellte Fahrzeuge. Mini deutete an, die Produktion könnte außerhalb Chinas verlegt werden, mit Nordamerika als mögliche Alternative. Die Muttergesellschaft BMW Group betreibt Werke in den USA und Mexiko, die als Produktionsstandorte infrage kämen. Zudem bleibt das traditionelle Mini-Werk in Oxford, Großbritannien, eine Option für die frühe Fertigung.

Der in Deutschland gebaute Countryman umgeht diese Zölle und soll bis 2025 in den USA erhältlich sein. Mini bestätigte, dass der elektrische Cooper und der Aceman langfristig auch in amerikanischen Autohäusern stehen werden – nähere Details sollen im vierten Quartal folgen. Die Förderanreize des Inflation Reduction Act für die nordamerikanische E-Auto-Produktion könnten die endgültigen Produktionsentscheidungen von Mini ebenfalls beeinflussen.

Minis Elektro-Expansion hängt davon ab, die Zollhürden zu überwinden und passende Produktionsstandorte zu sichern. Während die deutsche Fertigung des Countryman seinen US-Start garantiert, entscheidet sich das Schicksal von Cooper und Aceman an ihrem künftigen Produktionsort. Offizielle Updates zu den Plänen für den amerikanischen Markt werden noch in diesem Jahr erwartet.