Monika Schwind wird Freisings erste Oberbürgermeisterin mit klarem Wahlerfolg
Finn HerrmannMonika Schwind wird Freisings erste Oberbürgermeisterin mit klarem Wahlerfolg
Monika Schwind hat Geschichte geschrieben: Als erste Oberbürgermeisterin führt sie künftig die Geschicke der Stadt Freising. Mit einem deutlichen Sieg – 60,8 Prozent der Stimmen – setzte sie sich durch und markiert damit einen bedeutenden Wandel in der kommunalen Führung. Ihr Wahlkampf stand unter den Zeichen von Optimismus, Ehrlichkeit und einem pragmatischen Regierungsstil.
Bei der Wahl besiegte Schwind, die für die Freien Sozial-Mitverantworteten (FSM) antrat, Nico Heitz von den Grünen. Nach der Bekanntgabe des Ergebnisses gratulierte Heitz ihr zum Erfolg, gab aber auch seine Enttäuschung zu. Gleichzeitig betonte er, dass seine Partei in den kommenden sechs Jahren aktiv an der Freisinger Politik mitwirken werde.
Schwind lobte Heitz für einen fairen und respektvollen Wahlkampf. Während ihres eigenen Wahlkampfs sah sie sich immer wieder mit der Frage konfrontiert: "Ist Freising bereit für eine Oberbürgermeisterin?" Ihr Erdrutschsieg scheint diese Frage nun klar zu beantworten.
Der scheidende Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher hatte Schwind öffentlich als seine Wunschnachfolgerin unterstützt. Vor seinem Rücktritt gab er ihr noch den Rat mit auf den Weg, das Amt strikt von persönlichen Befindlichkeiten zu trennen. Schwind selbst hat versprochen, mit Transparenz, Offenheit und einer klaren Vision für die Stadt zu regieren.
Die politische Landschaft Freisings war lange von CSU und Freien Wählern (FW) geprägt. Doch die Ergebnisse der Stadtratswahl 2026 zeigen ein zunehmend zersplittertes Bild: Die CSU bleibt zwar stärkste Kraft, gefolgt von FW Freising, AfD, Grünen, SPD, FSM, ÖDP, der Linken, FDP und Freising für alle. Mögliche Koalitionen – etwa CSU-FW oder CSU-Grüne – könnten die nächste Amtszeit prägen.
Schwinds Wahl bricht mit der Tradition männlicher Führung in Freising. Ihr Fokus auf Dialog und Zusammenarbeit wird ihre Amtszeit als erste Oberbürgermeisterin der Stadt prägen. Gleichzeitig deutet die neue politische Balance im Stadtrat auf mögliche ungewöhnliche Bündnisse in den kommenden Jahren hin.






