05 March 2026, 20:03

Mordprozess: Angeklagter gesteht Schüsse auf Geschäftspartner nach jahrelangem Streit

Ein Gebäude mit der Graffiti-Aufschrift "Polizei Mord George Fuck 12 P19" an der Seite, mit Fenstern und verschiedenen Gegenständen vorne drauf.

Mordprozess: Angeklagter gesteht Schüsse auf Geschäftspartner nach jahrelangem Streit

Ein 51-jähriger Mann steht wegen der tödlichen Erschießung seines Geschäftspartners im April 2023 vor Gericht. Der Vorfall ereignete sich nach einem hitzigen Streit über finanzielle Auseinandersetzungen, bei dem der Angeklagte einräumte, drei Schüsse abgegeben zu haben. Die Staatsanwaltschaft stuft die Tat als Hinrichtung ein und nicht als Notwehr oder Unfall.

Das Gericht hat Anträge auf Einstellung des Verfahrens abgelehnt und damit den Weg für ein Urteil freigemacht, das für Mittwochnachmittag erwartet wird.

Der Angeklagte und sein Geschäftspartner hatten sich monatelang in einem erbitterten Konflikt befunden. Im Mittelpunkt standen Auslandsinvestitionen und nicht zurückgezahlte Kredite, wobei der Beschuldigte wiederholt die Rückzahlung seines Geldes gefordert hatte. Nach seinen Aussagen soll es Drohungen gegen ihn und seine Familie gegeben haben, doch es gibt keine Berichte darüber, wie sich dies auf ihre gemeinsamen Projekte auswirkte.

Während des Prozesses behauptete der Angeklagte, er habe in einer "Kurzschlussreaktion" gehandelt, nachdem der Streit eskaliert sei. Mittlerweile habe er Reue gezeigt und die Familie des Opfers direkt um Vergebung gebeten. Die Staatsanwaltschaft bleibt jedoch bei ihrer Einschätzung und bezeichnet die Schüsse als gezielte Hinrichtung.

Die Staatsanwältin fordert eine 15-jährige Haftstrafe wegen vorsätzlicher Tötung. Die Verteidigung bestreitet hingegen die Hinrichtungsthese und plädiert auf eine mildere Strafe von fünf Jahren. Ein Anwalt der Opferfamilie verlangt eine Verurteilung wegen Mordes, allerdings ohne den Vorwurf des heimtückischen Mordes.

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Das Gericht hat bereits den Antrag der Verteidigung auf Einstellung des Verfahrens abgelehnt, sodass der Prozess nun auf das Urteil zusteuert.

Der Prozess hat die finanziellen und persönlichen Spannungen offenbart, die schließlich in der Schießerei gipfelten. Da das Gericht eine Einstellung abgelehnt hat und die Staatsanwaltschaft eine harte Strafe fordert, liegt das Ergebnis nun in den Händen des Richters. Die Urteilsverkündung ist für Mittwochnachmittag vorgesehen.

Quelle